Societe, Generale

Societe Generale Aktie: 21 Milliarden Euro fĂŒr AktionĂ€re geplant

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 08:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Societe Generale will bis 2029 mehr als 21 Milliarden Euro an AktionÀre geben und die Rendite durch Einsparungen und Wachstum steigern.

Flatlay mit Aktienzertifikat, ISIN-Karte, Taschenrechner und Kreditkarte
Flatlay-Arrangement zu SociĂ©tĂ© GĂ©nĂ©rale S.A. (FR0000130809) zeigt Aktienzertifikat, ISIN-Karte und typische Finanz-Utensilien ĂŒbersichtlich arrangiert Illustration mit AI erstellt.

Societe Generale wagt einen Blick bis ins Jahr 2029 – und der fĂ€llt großzĂŒgig aus. Der Vorstand hat einen neuen Strategieplan verabschiedet, der AktionĂ€re ĂŒber vier Jahre mit mehr als 21 Milliarden Euro bedenken soll. Bankchef Slawomir Krupa setzt dabei auf eine Mischung aus Kostendisziplin und Wachstum, die sich sehen lassen kann.

AusschĂŒttung auf Rekordniveau angepeilt

Der Plan sieht vor, rund die HĂ€lfte der erzielten Gewinne direkt oder indirekt an die AktionĂ€re zurĂŒckzugeben. Die ordentlichen AusschĂŒttungen sollen zwischen 2026 und 2029 die Marke von 13 Milliarden Euro ĂŒbersteigen, aufgeteilt zu gleichen Teilen zwischen Bardividende und AktienrĂŒckkĂ€ufen. Die Dividende je Aktie soll dabei jĂ€hrlich im niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich wachsen.

Hinzu kommt eine Verteilung ĂŒberschĂŒssigen Kapitals oberhalb der CET1-Zielquote von 13 Prozent, die auf etwa 8 Milliarden Euro taxiert wird. Bereits im Juli hatte die Bank eine Zwischendividende von 0,75 Euro sowie eine außerordentliche AusschĂŒttung von 1,5 Milliarden Euro angekĂŒndigt – beide BetrĂ€ge fließen in die Gesamtrechnung ein.

Kostensenkung als Hebel fĂŒr höhere Renditen

Um die ProfitabilitĂ€t zu steigern, will Societe Generale ihre Kostenbasis bis 2029 auf unter 16,3 Milliarden Euro drĂŒcken – ein RĂŒckgang von rund 2 Prozent gegenĂŒber der SchĂ€tzung fĂŒr 2026. Erwartete Bruttoeinsparungen von etwa 1,9 Milliarden Euro sollen dabei Inflationseffekte und zusĂ€tzliche Investitionen mehr als ausgleichen.

Ein Teil der Einsparungen, zwischen 500 und 600 Millionen Euro, soll aus KI-Initiativen stammen, wofĂŒr die Bank eine Vereinbarung mit Anthropic geschlossen hat.

Die Rendite auf das materielle Eigenkapital (RoTE) soll bis 2029 auf 13 bis 14 Prozent klettern, ab 2030 sogar auf mehr als 15 Prozent. Zum Vergleich: Nach den Halbjahreszahlen hatte die Bank ihr Renditeziel fĂŒr das laufende Jahr auf etwa elf Prozent angehoben.

Die Cost-Income-Ratio im französischen Privat- und FirmenkundengeschÀft soll von unter 60 Prozent im laufenden Jahr auf unter 55 Prozent im Jahr 2029 sinken.

Im Segment Global Banking and Investor Solutions peilt die Bank eine Quote von unter 60 Prozent an, in der Mobility- und internationalen Retail-Sparte unter 47 Prozent. BoursoBank, die Direktbank-Tochter des Konzerns, soll bis Ende 2029 mehr als 14 Millionen Kunden zÀhlen. An der Euronext Paris notierte die Aktie zuletzt bei 72,59 Euro.

Der Plan steht auf drei SĂ€ulen: Kosten senken, Erlöse um durchschnittlich 3 Prozent jĂ€hrlich steigern und dabei striktes Risikomanagement beibehalten – die risikogewichteten Aktiva sollen im gleichen Zeitraum um rund 2 Prozent pro Jahr wachsen. Ob die Bank ihre ambitionierten Renditeziele erreicht, wird sich an den kommenden Quartalszahlen ablesen lassen, spĂ€testens aber am AusschĂŒttungstempo bis 2029.

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