Solana, Token-Vernichtung

Solana: 1.200-Prozent-Anstieg der Token-Vernichtung

Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 21:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Solana plant radikale Angebotsverknappung: Höhere Burn-Rate und schnellere Disinflation sollen den SOL-Kurs langfristig stützen.

Solana-Ökonomie im Wandel: Token-Verbrennung explodiert um 1.200 Prozent
Abstrakte digitale Netzwerkstruktur als Symbol für die Blockchain-Technologie und Token-Ökonomie. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Mehr als 1.200 Prozent Steigerung bei der Vernichtung von Token — Solana steht vor einem massiven Umbau seiner Wirtschaftsstruktur. Am 3. August startete eine entscheidende Abstimmungsphase für zwei neue Governance-Vorschläge. Ziel ist eine drastische Verknappung des SOL-Angebots durch ein verändertes Inflationsmodell.

Drastische Senkung der Neuemissionen

Der erste Plan sieht vor, die jährliche Inflationsrate deutlich schneller zu senken. Die Disinflation soll auf 30 Prozent verdoppelt werden. Damit erreicht das Netzwerk das Endziel von 1,5 Prozent Inflation früher als bisher geplant. Marktbeobachter erwarten dadurch Einsparungen bei der Neuemission von rund 1,36 Milliarden US-Dollar über die nächsten sechs Jahre.

Parallel dazu soll der Mechanismus zur Vernichtung von Transaktionsgebühren angepasst werden. Bisher werden täglich etwa 650 SOL dauerhaft aus dem Verkehr gezogen. Der neue Entwurf sieht eine Steigerung auf rund 9.000 SOL pro Tag vor. Das entspräche einem Anstieg der täglichen Burn-Rate um mehr als 1.200 Prozent. Die Maßnahme soll den Verkaufsdruck mindern, während das Ökosystem in Bereiche wie DeFi und globale Zahlungen expandiert.

Höhere Kapazität für das Netzwerk

Technisch hat das Netzwerk bereits vorgelegt. Am 29. Juli aktivierte das Mainnet das Update SIMD-0286. Es erhöht die Kapazität pro Block von 60 Millionen auf 100 Millionen Recheneinheiten. Dieser Schritt schafft mehr Raum für parallele Transaktionen, ohne einzelne Anwendungen zu bevorzugen.

Der technische Fahrplan ist eng getaktet. Am 17. August folgt die Aktivierung des Agave-v4.2-Clients. Bis zum Monatsende soll zudem das Alpenglow-Upgrade im Hauptnetz live gehen, um die Bestätigungszeiten für Transaktionen auf 150 Millisekunden zu senken.

Trotz der fundamentalen Weichenstellungen zeigt sich der Markt verhalten. Der Kurs stieg zuletzt um rund drei Prozent auf 73,95 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei 42 Milliarden US-Dollar.

Institutionelle Anleger reagieren gemischt. Während Morgan Stanley mit einem eigenen Spot-ETF aktiv ist, verzeichneten Solana-Anlageprodukte zuletzt Nettoabflüsse von 17 Millionen US-Dollar.

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