SolarEdge Aktie: Deutsche Bank stuft auf Verkauf
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 20:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Hoffnung auf eine zügige Erholung bei SolarEdge erhält einen spürbaren Dämpfer. Am heutigen Mittwoch stufte die Deutsche Bank den US-Spezialisten für Solar-Wechselrichter mit einem sogenannten Catalyst Call als Verkaufsempfehlung ein und setzte das Kursziel auf 34 US-Dollar fest. Im Handel verliert das Papier heute 5,0 Prozent auf 28,75 Euro.
Analysten sehen Gegenwind durch anhaltend hohe Zinsen
Die Skepsis der Deutschen Bank gründet sich vor allem auf die anhaltend schwierigen makroökonomischen Bedingungen in den Vereinigten Staaten. Nach Einschätzung von Analystin Corinne Blanchard dürften die hohen US-Zinsen die Solarnachfrage und die Rentabilität neuer Projekte weiterhin spürbar ausbremsen. Der positive Trend im europäischen Speichergeschäft reiche lediglich aus, um diesen Druck teilweise abzufedern.
Entsprechend vorsichtig fällt die Prognose des Instituts für die kommenden Quartale aus. Die Deutsche Bank erwartet, dass die Umsatzerlöse im vierten Quartal 2026 zwei Prozent unter den Konsensschätzungen der Wall Street liegen werden. Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 rechnet das Bankhaus sogar mit einem Umsatz, der fünf Prozent unter den Markterwartungen zurückbleibt.
Auch andere Finanzhäuser schrauben ihre Erwartungen vorsichtig zurück. Barclays-Analystin Christine Cho bestätigte zwar ihre neutrale Einstufung, reduzierte das Kursziel für den Titel jedoch von 37 auf 36 US-Dollar.
Wichtige Termine im November rücken in den Fokus
Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den kommenden Monat. Als maßgebliche Orientierungspunkte für den weiteren Geschäftsverlauf gelten die Quartalszahlen für das dritte Quartal 2026, deren Veröffentlichung für den 4. November vorgesehen ist. Darüber hinaus findet vom 16. bis 19. November die Branchenkonferenz RE+ statt, die weiteren Aufschluss über die Marktentwicklung geben könnte.
Der Konzern hatte bereits im Sommer für Verunsicherung gesorgt, als die Prognose für das dritte Quartal hinter den Vorstellungen der Marktbeobachter zurückblieb. Das Management stellte damals Erlöse zwischen 310 und 340 Millionen US-Dollar in Aussicht, während der Marktkonsens zuvor bei rund 371 Millionen US-Dollar gelegen hatte.
Im abgelaufenen zweiten Quartal erzielte SolarEdge noch einen Umsatz von 346,2 Millionen US-Dollar, was einem Zuwachs von 19,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entsprach.
Zusätzliche Unruhe brachte die juristische Ebene ins Spiel. Vor rund zwei Wochen gab die Anwaltskanzlei Pomerantz bekannt, mögliche Wertpapieransprüche von Investoren gegen das Unternehmen und dessen Führungspersonal zu prüfen. Zusammen mit den aktuellen Analystenwarnungen sorgt dies für anhaltende Zurückhaltung am Markt.
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