SolarEdge: Aktie verliert 32 Prozent in 30 Tagen
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 03:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Während Analysten ihre Prognosen für den Photovoltaik-Spezialisten SolarEdge weiter zurückschrauben, zeigen institutionelle Investoren vermehrt Interesse an den Titeln des Unternehmens. Vor allem am Montag und am vergangenen Sonntag wurden neue Positionierungen namhafter Investoren bekannt, die sich gegen die jüngste Kursschwäche stemmen.
Institutionelle Investoren bauen Positionen aus
In den vergangenen Tagen meldeten mehrere Finanzdienstleister signifikante Beteiligungen an dem israelischen Unternehmen. Am Montag gab Clal Insurance Enterprises Holdings Ltd bekannt, eine Beteiligung von 1,54 % an SolarEdge aufgebaut zu haben.
Das Paket umfasst 949.926 Aktien, deren Wert zum Ende des zweiten Quartals mit rund 55,51 Millionen US-Dollar beziffert wurde. Bereits am Sonntag wurde zudem die Positionierung von De Lisle Partners LLP öffentlich, die 64,000 Aktien im Wert von etwa 3,74 Millionen US-Dollar neu in ihr Portfolio aufgenommen haben.
Dieser Trend deckt sich mit Meldungen über Zukäufe weiterer Großinvestoren. So erhöhte die UBS Group ihre Bestände laut Berichten vom 16. August um 234,8 % auf nun über 3,5 Millionen Aktien, während die Bank of America ihre Position im ersten Quartal um 218,6 % auf rund 404.297 Anteile aufstockte. Demgegenüber stehen jedoch auch Verkäufe: Mivtachim The Workers Social Insurance Fund Ltd reduzierte seine Beteiligung im zweiten Quartal um 36,0 %.
Expansion der Nexis-Plattform im DACH-Raum
Auf der operativen Seite setzt SolarEdge verstärkt auf den europäischen Markt. Am vergangenen Donnerstag gab das Unternehmen bekannt, dass das neue drei-phasige "SolarEdge Nexis" System für private Haushalte nun auch in Österreich und der Schweiz bestellbar ist.
Die Markteinführung folgt auf den Verkaufsstart in Deutschland. Das System kombiniert Photovoltaik-Steuerung mit Speicherlösungen und soll die Installation durch Partnerschaften wie mit ConnectDER vereinfachen.
In Europa erzielte die Nexis-Plattform im zweiten Quartal bereits ein Versandvolumen von mehr als 60 Millionen US-Dollar. Parallel dazu behauptet SolarEdge eine starke Stellung im gewerblichen und industriellen Sektor (C&I) in den USA, wo das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Marktanteil von über 50 % bei Dachinstallationen erreicht hat.
Langfristig arbeitet das Management an der nächsten Generation seiner Architektur; die sogenannten Solid State Transformer (SST) erreichten in Demonstrationen eine Effizienz von 99 %, wobei eine Volumenproduktion jedoch erst für das Jahr 2028 angestrebt wird.
Analysten mahnen zur Vorsicht
Trotz der operativen Fortschritte und der ersten operativen Profitabilität auf Non-GAAP-Basis seit dem zweiten Quartal 2023 – gestützt durch Zollerstattungen in Höhe von 13,3 Millionen US-Dollar – bleibt das Marktumfeld schwierig.
Gestern schloss das Papier bei 25,60 €. Damit verzeichnet die Aktie einen Rückgang von 32 % innerhalb der letzten 30 Tage und notiert aktuell 63 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Die Analysten reagieren auf die anhaltende Schwäche im US-Privatmarkt und saisonale Rückgänge in Europa. Robert J. Lake stufte die Aktie am 19. August von "Buy" auf "Hold" herab und verwies auf erhöhte Risiken bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie sowie sinkende Verkaufszahlen bei Kern-Invertern.
Northland Securities senkte am 13. August die Gewinnerwartung für das dritte Quartal auf einen Verlust von 0,33 US-Dollar je Aktie, nachdem zuvor ein Minus von 0,26 US-Dollar prognostiziert worden war. Für das laufende dritte Quartal stellt SolarEdge einen Umsatz zwischen 310 Millionen und 340 Millionen US-Dollar in Aussicht.
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