Sovereign Metals Aktie: Rio Tinto verzichtet auf Kasiya-Betrieb
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 04:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sovereign Metals ĂŒbernimmt die alleinige Kontrolle ĂŒber sein Vorzeigeprojekt Kasiya in Malawi. Der Bergbau-Riese Rio Tinto hat sich gegen die Option entschieden, als Betreiber des Rutil-Graphit-Vorhabens einzusteigen. Damit startet das Unternehmen nun unabhĂ€ngig in die entscheidende Phase der Projektrealisierung.
Starke Kennzahlen fĂŒr Kasiya
Die aktuelle Machbarkeitsstudie bescheinigt dem Vorhaben eine hohe wirtschaftliche AttraktivitĂ€t. Der Barwert vor Steuern wird auf 2,2 Milliarden US-Dollar taxiert. FĂŒr den Aufbau der Mine bis zur ersten Produktion kalkuliert das Management mit Investitionskosten von 727 Millionen US-Dollar.
Im stabilen Betrieb soll Kasiya jĂ€hrlich einen operativen Gewinn (EBITDA) von 476 Millionen US-Dollar erwirtschaften. Die geplante Mine ist auf eine Laufzeit von zunĂ€chst 25 Jahren ausgelegt. JĂ€hrlich sollen dort 222.000 Tonnen natĂŒrliches Rutil und 275.000 Tonnen Graphit gefördert werden. Das Ziel ist klar: Sovereign will zu einem der weltweit wichtigsten Lieferanten dieser kritischen Rohstoffe auĂerhalb Chinas aufsteigen.
Fokus auf den US-Markt
Der Verzicht von Rio Tinto auf die Betreiberrolle schafft fĂŒr Sovereign neue strategische SpielrĂ€ume. Da auch frĂŒhere Vermarktungsrechte des GroĂaktionĂ€rs ausgelaufen sind, verhandelt das Unternehmen nun direkt mit globalen Partnern wie Mitsui & Co. sowie Traxys. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf einer gezielten Kooperation mit US-Behörden, um staatliche Fördergelder und AbnahmevertrĂ€ge zu sichern.
Parallel dazu treibt das technische Team die Optimierung der Nebenprodukte voran. Aktuelle Untersuchungen bestÀtigen wertvolle Vorkommen an Seltenen Erden wie Dysprosium und Terbium in der Mine. Rio Tinto bleibt indes mit einem Anteil von 18,2 Prozent ein gewichtiger Ankerinvestor und behÀlt seinen Sitz im Aufsichtsrat.
Finanzielle Basis fĂŒr den Ausbau
Zum Ende des Juniquartals verfĂŒgte Sovereign Metals ĂŒber liquide Mittel in Höhe von 25,1 Millionen Australischen Dollar. Das Kapital deckt die nĂ€chsten Schritte ab, darunter die Finalisierung der UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung. Ferner verfielen Ende Juni leistungsorientierte Aktienoptionen, da ein Meilenstein fĂŒr die finale Investitionsentscheidung nicht fristgerecht erreicht wurde â was eine potenzielle VerwĂ€sserung der bestehenden AktionĂ€re vorerst reduziert.
An der Börse reagierte das Papier zuletzt mit ZurĂŒckhaltung. Mit einem Kurs von 0,3070 Euro notiert die Aktie rund 47 Prozent unter ihrem Jahreshoch aus dem MĂ€rz. Als nĂ€chste konkrete Impulse fĂŒr eine Neubewertung gelten der Abschluss verbindlicher AbnahmevertrĂ€ge sowie der Fortschritt beim Antrag fĂŒr die Bergbaulizenz in Malawi.
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