SpaceX, Aktie

SpaceX Aktie: 319 Millionen Aktien morgen freigegeben

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 01:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SpaceX-Papier verliert vor der morgigen Freigabe von 319 Millionen Aktien 3,6 Prozent. Operativ lĂ€uft das GeschĂ€ft, doch hohe Investitionen und weitere Sperrfrist-Enden drĂŒcken.

SpaceX-Aktie fÀllt vor Aktienfreigabe: Zweite Lock-up-Welle belastet Kurs
Abstrakte Darstellung einer modernen Luft- und Raumfahrthalle mit Fokus auf industrielle Dynamik und technologischen Fortschritt. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die SpaceX-Aktie steht unter Druck: Am heutigen Mittwoch fällt das Papier um 3,6 Prozent auf 119,72 Euro, nach einem Schlusskurs von 124,22 Euro am Dienstag. Über die vergangenen sieben Tage summiert sich der Rückgang auf 5,4 Prozent. Grund ist die für morgen erwartete Freigabe von 319 Millionen Aktien aus Mitarbeiter- und Frühinvestorenbeständen – die zweite große Freisetzung seit dem Börsengang im Juni.

Zweite Lock-up-Welle nach der ersten im August

Erst Anfang August waren rund 912 Millionen Aktien aus der ersten Sperrfrist frei handelbar geworden und hatten das frei verfügbare Aktienvolumen verdoppelt.

Nun folgt mit den 319 Millionen Aktien die nächste Tranche, und im September soll eine weitere Freigabe von rund 700 Millionen Aktien hinzukommen. Anleger fürchten, dass die zusätzlichen Stücke auf den Markt drängen und den Kurs weiter belasten, sobald Mitarbeiter und frühe Investoren Kasse machen.

Trotz des Kursrückgangs bleibt SpaceX operativ deutlich vom Jahrestief entfernt: Verglichen mit dem 52-Wochen-Tief von 91,04 Euro notiert die Aktie noch 32 Prozent höher. Zum 52-Wochen-Hoch von 194,46 Euro fehlen dagegen 38 Prozent. Auf Monatssicht steht trotz der jüngsten Schwäche noch ein Plus von 14 Prozent.

Operatives Geschäft läuft, doch die Kosten steigen

Während die Kapitalmarktstruktur belastet, läuft das operative Geschäft weiter rund. Am heutigen Mittwoch absolvierte SpaceX mit dem Start von 24 Starlink-Satelliten von der Vandenberg Space Force Base seine 100. Mission des Jahres – rund zwei Monate früher erreicht als im Vergleichszeitraum 2024. Auch die Oberstufe „Ship 40“ von Starship machte Schlagzeilen: Nach einer Wasserung am 24. Juli und 24 Tagen im Indischen Ozean wurde sie zur Inspektion nach Christmas Island geschleppt.

Die zuletzt veröffentlichten Quartalszahlen zeigen das Spannungsfeld, in dem sich SpaceX bewegt. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 92 Prozent auf 7,81 Milliarden Dollar, während unter dem Strich ein Nettoverlust von 541 Millionen Dollar stand.

Beide Werte übertrafen die Analystenschätzungen. Gleichzeitig schnellten die Investitionsausgaben wegen des Ausbaus der KI-Infrastruktur auf 18,4 Milliarden Dollar hoch – ein Faktor, der bei einigen Beobachtern die Frage nach der Tragfähigkeit der Ausgaben aufwirft.

Analysten bleiben gespalten, Nvidia hält Milliarden-Position

Am Dienstag hob Bernstein-Analyst Doug Harned sein Kursziel an und begründete dies mit Wachstumspotenzial durch sogenannte orbitale KI-Rechenzentren. Am selben Tag bekräftigte Clear Street-Analyst Brian Dobson seine Kaufempfehlung und zählte SpaceX zu seinen bevorzugten Werten aus Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung. UBS-Analyst John Hodulik verwies ebenfalls am Dienstag auf das Wachstumspotenzial des Starlink-V3-Satellitennetzes.

Nicht alle Stimmen sind so optimistisch: Bereits am Montag hatte ein Analyst mit Verweis auf extreme Bewertungsmultiplikatoren und Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-getriebenen Wachstums ein deutlich niedrigeres Kursziel ausgegeben – ein Ausreißer nach unten in einem insgesamt breit gefächerten Meinungsbild.

Auf der Investorenseite zeigt eine Offenlegung, dass Nvidia zum 30. Juni rund 122,76 Millionen SpaceX-Aktien im Wert von etwa 21 Milliarden Dollar hielt.

Eine weitere Aufstellung der Aktionärsstruktur wies mehr als 1.500 Investoren aus, wobei 23 Institutionen – darunter Alphabet, Fidelity und der saudische Staatsfonds Public Investment Fund – zusammen über 80 Prozent der offengelegten Anteile kontrollieren.

Parallel treibt SpaceX die milliardenschwere Übernahme des KI-Coding-Unternehmens Anysphere voran, mit der automatisierte Codegenerierung in die Softwareentwicklung der Luft- und Raumfahrtsparte integriert werden soll.

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