SpaceX Aktie: Space Cargo wird erster europÀischer Starfall-Kunde
Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 07:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die US-Raumfahrtbehörde NASA setzt bei FlĂŒgen zur Internationalen Raumstation weiter auf SpaceX. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, hat die Behörde dem Raumfahrtunternehmen am Freitag einen weiteren Auftrag ĂŒber 946 Millionen $ erteilt. Die Vereinbarung umfasst drei zusĂ€tzliche bemannte Missionen zur ISS und verlĂ€ngert die Zusammenarbeit in diesem Bereich bis in das Jahr 2030.
Mit diesem Schritt baut die Behörde das bestehende Programm deutlich aus: Das Gesamtvolumen der erweiterten Vereinbarung fĂŒr bemannte RaumflĂŒge steigt damit auf 5,92 Milliarden $.
FĂŒr das Raumfahrtunternehmen bedeutet der Zuschlag eine langfristige Einnahmensicherung im staatlichen TransportgeschĂ€ft, wĂ€hrend parallel neue kommerzielle Programme vorbereitet werden. An den FinanzmĂ€rkten schloss das Papier am Freitag bei 132,70 âŹ, was einem leichten Tagesverlust von 1,6 Prozent entspricht.
Wichtige Meilensteine beim Starship-Programm
Neben den etablierten FlĂŒgen zur Raumstation richtet sich die Aufmerksamkeit auf die nĂ€chste Entwicklungsstufe der Schwerlastrakete Starship. Bei diesem Flug soll erstmals ein Erdorbit erreicht werden. Die geplante Mission ist auf eine Dauer von fast zehn Stunden angelegt und soll genutzt werden, um Starlink-V3-Satelliten im All auszusetzen. Ein erfolgreicher Verlauf dieses Orbitalflugs gilt als entscheidender Schritt fĂŒr die kĂŒnftige Startfrequenz und die RentabilitĂ€t des gesamten TrĂ€gersystems.
Ausbau der GeschÀftsfelder und neue Partnerschaften
Parallel zu den TrĂ€gerraketen diversifiziert das Unternehmen seine Erlösquellen. Ebenfalls am Dienstag unterzeichnete der Konzern einen Missionsvertrag mit dem europĂ€ischen Integrator Space Cargo fĂŒr den orbitalen RĂŒckkehrdienst Starfall. Space Cargo fungiert dabei als erster europĂ€ischer Kunde fĂŒr diesen Dienst, der den Transport von Fracht aus der Umlaufbahn zurĂŒck zur Erde ermöglichen soll.
ZusĂ€tzliche Impulse kommen aus dem Sicherheits- und IT-Bereich. Das britische Verteidigungsministerium legte Ausgaben von knapp 40 Millionen $ fĂŒr Satellitendienste des Konzerns offen, darunter Starlink sowie das Sicherheitsnetzwerk Starshield. Reuters zufolge bestĂ€tigte GroĂbritannien damit als erstes Land auĂerhalb der USA öffentlich die Nutzung von Starshield.
Auch im Bereich der Datenverarbeitung zeichnen sich neue Einnahmen ab: CFO Bret Johnsen erklĂ€rte auf einer Konferenz von Goldman Sachs, dass ein Hosting-Vertrag fĂŒr KI-RechenkapazitĂ€ten geschlossen wurde. Dieser soll ab dem 1. Dezember 2026 monatlich wiederkehrende UmsĂ€tze von rund 1,11 Milliarden $ einbringen, was auf das Jahr hochgerechnet etwa 13 Milliarden $ entspricht. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet die Aktie ein Kursplus von 11 Prozent.
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