Spero Therapeutics Aktie: 44 Prozent Minus in einem Monat
Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 13:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Spero Therapeutics bricht mit der Vergangenheit. Der US-Biotech-Konzern verlässt seinen angestammten Fokus auf Infektionskrankheiten. Stattdessen setzt das Management nun voll auf den Markt für Immunologie und Entzündungen.
Fokus auf Autoimmunerkrankungen
Der Dreh- und Angelpunkt ist ein Lizenzdeal mit Innovent Biologics. Spero sichert sich damit den Antikörper SP001. Dieser Wirkstoff soll künftig seltene Autoimmunerkrankungen wie die IgG4-assoziierte Erkrankung bekämpfen.
Parallel dazu treibt das Unternehmen klinische Studien der Phase 2 voran. Die Finanzierung steht auf einem ungewöhnlichen Fundament. Spero nutzt Tantiemen eines bereits zugelassenen Antibiotikums gegen komplizierte Harnwegsinfektionen.
Finanzierung ohne Verwässerung
Ein frisches Finanzpaket sichert den Betrieb, ohne die Aktionäre durch neue Aktien zu verwässern. Diese Struktur nutzt zukünftige Meilensteinzahlungen des zugelassenen Medikaments. Die Liquidität reicht dadurch bis weit in die späten 2020er-Jahre. Das Ziel: langfristige Stabilität.
An der Börse herrschte zuletzt schlechte Stimmung. Die Aktie verlor innerhalb eines Monats fast 44 Prozent an Wert. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 25,7 eine überverkaufte Lage.
Erste Anzeichen einer Bodenbildung über dem Jahrestief von 0,95 Euro sind erkennbar. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 60 Millionen Euro.
Ausblick auf die Quartalszahlen
Im August stehen die Ergebnisse zum zweiten Quartal an. Anleger erwarten dann Details zum Start der klinischen Studien für SP001. Ein weiterer Faktor bleibt der kommerzielle Start des neuen Antibiotikums mit globalen Partnern.
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