Standard Lithium Aktie: 406.000 Tonnen Lithium in Texas
Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 21:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Standard Lithium hat eine erste Ressourcenschätzung gemäß dem Standard NI 43-101 für sein Franklin-Lithium-Sole-Projekt im Osten von Texas vorgelegt. Der Bericht weist ein bedeutendes Inferred-Vorkommen aus, was der Aktie am Freitag zu einem Kursplus von 3,2 % verhalf.
Mit dieser ersten offiziellen Einschätzung für den Standort Franklin erweitert das Unternehmen seine Ressourcenbasis in den USA erheblich, während gleichzeitig Fortschritte bei der technologischen Validierung für das Hauptprojekt in Arkansas gemeldet wurden.
Signifikante Lithiumvorkommen im Franklin-Projekt
Die nun veröffentlichte Schätzung für das Franklin-Projekt umfasst eine abgeleitete Ressource von insgesamt 406.000 Tonnen Lithium, was etwa 2.159.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent (LCE) entspricht. Besonders hervorzuheben ist die durchschnittliche Lithiumkonzentration von 668 mg/L in der Sole. Diese Daten bilden die Grundlage für die weitere Erschließung des Standorts.
Das Unternehmen plant, bereits im laufenden Quartal, das am 30. September endet, eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung (Preliminary Economic Assessment, PEA) für das Projekt in Texas zu veröffentlichen. Die Entdeckung unterstreicht die Strategie, neben dem fortgeschrittenen Projekt in Arkansas weitere Fördergebiete im US-Bundesstaat Texas zu entwickeln, um die wachsende Nachfrage nach heimischen Batterierohstoffen zu bedienen.
Fortschritte beim South West Arkansas Projekt
Parallel zu den Explorationserfolgen in Texas meldete Standard Lithium am Donnerstag erfolgreiche Tests in der Weiterverarbeitung. In Zusammenarbeit mit der Nano One Materials Corp. wurde Lithiumcarbonat aus dem South West Arkansas (SWA) Projekt zur Herstellung von Lithium-Eisenphosphat-Kathodenmaterial (LFP) verwendet.
In Batterietests erreichte das Material beim ersten Entladevorgang eine Kapazität von 155 mAh/g, was die industrielle Eignung der Sole-Vorkommen für die Batterieproduktion bestätigt.
Für das SWA-Projekt konkretisiert sich zudem der Zeitplan für die endgültige Investitionsentscheidung (FID), die nun für Ende 2026 angestrebt wird. Die Bundesumweltprüfungen sind laut Unternehmensangaben abgeschlossen, und die Bauverträge wurden bereits an S&B Engineers sowie die Wood Group USA vergeben. Bis zum Ende des dritten Quartals 2026 erwartet das Management zudem den Abschluss der verbleibenden Abnahmeverträge mit Kunden.
Quartalszahlen und frisches Kapital für die Expansion
Finanziell sieht sich das Unternehmen für die kommenden Aufgaben gerüstet. In dem am Montag vorgelegten Bericht für das zweite Quartal 2026 wies Standard Lithium einen Verlust nach GAAP von 0,01 US-Dollar pro Aktie aus, was die Erwartungen des Marktes leicht übertraf. Zum Ende des Berichtszeitraums am 30. Juni verfügte die Gesellschaft über Barmittel in Höhe von 137,3 Millionen US-Dollar und keine langfristigen Finanzverbindlichkeiten.
Um die weitere Entwicklung in Arkansas und die Exploration in Texas zu finanzieren, hat das Unternehmen am Dienstag ein neues At-the-Market-Aktienprogramm (ATM) im Volumen von 50 Millionen US-Dollar aufgelegt. Analysten bekräftigten am Donnerstag ihre Kaufempfehlung für den Wert.
Trotz der jüngsten operativen Fortschritte notiert das Papier mit einem Schlusskurs von 2,09 € am Freitag noch etwa 62 % unter seinem 52-Wochen-Hoch, konnte sich jedoch zuletzt durch positive Nachrichten aus dem gesamten Lithiumsektor sowie staatliche Investitionsankündigungen in den USA stabilisieren.
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