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Suse Aktie: SUSE AI Factory mit Nvidia

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 04:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SUSE präsentiert mit Nvidia eine KI-Plattform für souveränes Datenmanagement und profitiert von VMware-Wechseln. Die Aktie notiert nach Delisting weiterhin speziell.

SUSE-Aktie: KI-Offensive mit Nvidia und VMware-Alternative
Moderne Server-Infrastruktur in einem Rechenzentrum mit blauer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

SUSE bläst zur Attacke im asiatisch-pazifischen Raum. Der Open-Source-Spezialist setzt dabei auf eine neue KI-Infrastruktur und den gezielten Abzug von Kunden beim Konkurrenten VMware. Das Ziel: absolute technologische Hoheit über die eigenen Daten.

Allianz für die KI-Fabrik

In Mumbai stellte das Management die „SUSE AI Factory“ vor. In Kooperation mit Nvidia entsteht eine Plattform für generative Künstliche Intelligenz. Damit können Firmen KI-Modelle in gesicherten, privaten Umgebungen betreiben. Besonders in Indien trifft das Konzept einen Nerv.

Laut einer aktuellen Erhebung priorisieren 62 Prozent der dortigen Unternehmen ihre digitale Souveränität. Dieser Wert liegt deutlich über dem globalen Durchschnitt von 52 Prozent. SUSE nutzt diesen Trend, um sich gegen US-Cloud-Riesen zu positionieren. Die Unabhängigkeit von fremden Schnittstellen ist das zentrale Verkaufsargument.

Flucht vor VMware

Ein operativer Erfolg zeigt sich beim IT-Dienstleister Centorrino Technologies. Das Unternehmen migriert tausende virtuelle Maschinen von VMware zu SUSE. Als Gründe nennt der Partner steigende Lizenzgebühren und die drohende Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter.

Parallel dazu baut SUSE seine Präsenz in Australien aus. Hier rückt die Datenverarbeitung im industriellen Randbereich in den Mittelpunkt. Durch die Übernahme des Spezialisten Losant verankert SUSE seine Software in Branchen wie dem Bergbau oder der Schifffahrt. Kritische Rechenprozesse laufen dort direkt vor Ort, fernab klassischer Rechenzentren.

Börsen-Nische nach dem Delisting

Seit dem Rückzug von der Frankfurter Börse Ende 2023 notiert das Papier nur noch auf spezialisierten Plattformen. Die Aktie schwankt zuletzt in einer Spanne zwischen 9,90 Euro und 10,73 Euro. Die Mehrheit am Unternehmen hält weiterhin der Finanzinvestor EQT.

Der Marktwert des Konzerns liegt aktuell bei rund 1,84 Milliarden Euro. Analysten bewerten den Titel derzeit mehrheitlich mit „Hold“.

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