Swedbank, Aktie

Swedbank Aktie: Entercard-Forderungen fĂŒr 4 Mrd. Kronen verkauft

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 18:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Swedbank erzielt durch den geplanten Forderungsverkauf einen positiven Bewertungseffekt und erhĂ€lt zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung von Nordea und Deutscher Bank.

Moderne nordische Bankfiliale mit Holzverkleidung, Kunden und Berater am Schalter
Swedbank AB (SE0000242455) betreibt moderne skandinavische Bankfilialen mit digitalen Terminals und persönlicher Kundenberatung Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie der Swedbank verzeichnete heute ein Kursplus von 3,4 Prozent. Mit dem heutigen Anstieg markierten die Papiere zugleich ein neues 52-Wochen-Hoch von 36,81 Euro.

Entercard verĂ€ußert die Konsumentenkredit-Forderungen mit einem Gesamtvolumen von rund 4 Milliarden schwedischen Kronen an Brocc Finance und Intrum. Durch die Transaktion rechnet die schwedische Großbank im laufenden dritten Quartal mit einem positiven Bewertungseffekt bei den erwarteten KreditausfĂ€llen von etwa 0,5 Milliarden Kronen. Der endgĂŒltige Vollzug der Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Freigaben und ist fĂŒr das vierte Quartal geplant.

Mit der Bereinigung der Bilanz stÀrkt das Finanzinstitut seine Kapitalbasis und trennt sich gezielt von ausfallgefÀhrdeten Konsumentenkrediten. Das verringert bestehende Risikopositionen in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Zinsumfeld.

Kapitalentlastung und positive Analystenstimmen

Mit dem Abschluss des Verkaufs erwartet das Kreditinstitut eine Verbesserung der harten Kapitalquote um 3 bis 5 Basispunkte. Dieser einmaligen Entlastung steht kĂŒnftig ein leicht verminderter Ertrag gegenĂŒber: Der jĂ€hrliche NettozinsĂŒberschuss wird sich infolge der VerĂ€ußerung um schĂ€tzungsweise 100 Millionen Kronen verringern.

RĂŒckenwind erhĂ€lt die Notierung zudem durch jĂŒngste EinschĂ€tzungen aus dem Analystenlager. Nordea hob am Donnerstag das Kursziel fĂŒr Swedbank auf 450 Kronen an und bekrĂ€ftigte die Kaufempfehlung. Am vorangegangenen Mittwoch hatte bereits die Deutsche Bank ihr Kursziel auf 419 Kronen nach oben angepasst und die Einstufung mit „Buy“ bestĂ€tigt.

Politischer Druck lÀsst nach

Zur freundlichen Stimmung im schwedischen Bankensektor trug zuletzt auch das makroökonomische und regulatorische Umfeld bei. Swedbank gehörte im Vorfeld zu den Titeln, die im Fokus dieser steuerpolitischen Diskussion gestanden hatten.

Die aufsichtsrechtlichen Kennzahlen des Instituts sind unterdessen solide abgesichert.

Der nĂ€chste wichtige Meilenstein fĂŒr Investoren folgt am 21. Oktober: Dann legt das Institut seine GeschĂ€ftszahlen fĂŒr das dritte Quartal vor, in denen der Bewertungsgewinn aus dem Entercard-Verkauf verbucht werden soll.

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