Symrise, Aktie

Symrise Aktie: Jefferies traut 110 Euro zu

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 09:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Symrise verkauft AmeriTerpenes an Mutares, erhält von Jefferies ein höheres Kursziel und setzt den Rückkauf eigener Aktien fort.

Symrise Aktie: Jefferies hebt Kursziel auf 110 Euro an
Abstrakte Darstellung einer modernen Laborumgebung für die Spezialchemie- und Aromenindustrie mit stimmungsvoller Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Drei Nachrichten an einem Vormittag, und alle drei ziehen in die gleiche Richtung. Symrise trennt sich von einem Randgeschäft, ein Analysehaus schraubt sein Kursziel deutlich nach oben, und die Aktie zählt zu den meistgehandelten Werten im DAX. Der Duft- und Aromenhersteller aus Holzminden rückt damit wieder verstärkt in den Blick der Anleger.

Klarer Fokus auf Kerngeschäft

Symrise verkauft sein Geschäft mit Terpen-Inhaltsstoffen an die Münchner Beteiligungsgesellschaft Mutares. Käufer der ausgegliederten Einheit AmeriTerpenes, die mit rund 170 Mitarbeitern an zwei Standorten in Florida und Georgia etwa 200 Millionen US-Dollar Umsatz erzielt, ist damit gefunden. Die Transaktion ist bereits vollzogen, den Kaufpreis halten beide Seiten vertraulich.

Für Symrise bedeutet der Deal einen nicht zahlungswirksamen Veräußerungsverlust im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich für das laufende Geschäftsjahr. Trotz des Buchverlusts wird die Nachricht am Markt positiv aufgenommen — der Konzern konzentriert sich damit stärker auf seine zentralen Wachstumsplattformen, eine Zusammenarbeit mit AmeriTerpenes bleibt aber bestehen.

Jefferies sieht deutlich mehr Potenzial

Parallel zur Terpen-Transaktion hat Jefferies seine Einschätzung zu Symrise überarbeitet. Das Kursziel steigt von 80 auf 110 Euro, die Einstufung springt von "Hold" auf "Buy". Analyst Marcus Dunford-Castro begründet den Schritt vor allem mit dem anziehenden Geschäft im Bereich Tiernahrungszutaten, wo Symrise als Zulieferer der Pet-Food-Industrie profitiert. Hinzu kommen aus seiner Sicht verbesserte Rahmenbedingungen in der Lebensmittelbranche.

Bemerkenswert: Für den Konkurrenten Givaudan strich derselbe Analyst zeitgleich seine Kaufempfehlung. Die Neupositionierung fällt damit klar zugunsten von Symrise aus — ein Signal, dass Jefferies dem deutschen Konzern im Vergleich zum Schweizer Rivalen aktuell mehr Wachstumsdynamik zutraut.

Im Hintergrund läuft zudem unverändert das laufende Aktienrückkaufprogramm. Zwischen dem 24. und 28. August wurden gut 122.000 eigene Aktien erworben, die kumulierte Gesamtzahl seit Programmstart im Februar liegt bei rund 3,66 Millionen Papieren.

Die Kombination aus Portfoliobereinigung, Analysten-Rückenwind und laufendem Rückkauf gibt der Aktie zum Wochenstart merklich Auftrieb. Ob sich das neue Kursziel von 110 Euro in den kommenden Handelstagen als tragfähig erweist, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie sich das Pet-Food-Geschäft in den nächsten Quartalszahlen niederschlägt.

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