Taiyoipponnso, Aktie

Taiyoipponnso Aktie: Elektronikgase treiben Kurs

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 16:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Quartalsumsatz übertraf die Prognose, während Taiyoipponnso seine Jahresziele trotz höherer Kosten beibehielt.
Abstrakte Darstellung einer modernen Halbleiterfertigung mit leuchtenden Gasleitungen in einer Industrieumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Starke Halbleiternachfrage, steigende Kosten und eine unveränderte Jahresprognose: Taiyoipponnso, in Japan als Nippon Sanso Holdings notiert, hat im zweiten Geschäftsquartal geliefert. Die Aktie legte an der Tokioter Börse zeitweise um mehr als 5 Prozent zu und schloss bei 5.810 Yen.

Umsatz über den Erwartungen

Der Umsatz stieg im Quartal um 11,7 Prozent auf 375,3 Milliarden Yen und übertraf damit die Prognose von rund 365 Milliarden Yen. Das bereinigte operative Ergebnis wuchs um 11,5 Prozent auf 54,2 Milliarden Yen. Die Marge blieb mit 14,4 Prozent nahezu stabil.

Ohne Währungseffekte fiel das Wachstum deutlich kleiner aus: Beim Umsatz blieben 5,8 Prozent, beim Ergebnis 5,4 Prozent. Der schwächere Yen half also kräftig mit.

Für das gesamte erste Halbjahr meldet der Konzern einen Nettogewinn von 79,6 Milliarden Yen, nach 57,4 Milliarden im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie stieg auf 183,88 Yen. Die Zwischendividende beträgt wie zuvor in Aussicht gestellt 33 Yen je Aktie.

Elektronik stark, Europa und USA belasten

Treiber bleiben Spezialgase für die Halbleiterindustrie, vor allem in Japan, Korea und weiteren asiatischen Märkten. Die Finanzchefs sprachen von sehr starkem Anfrageaufkommen, einige aussichtsreiche Projekte stehen noch nicht im Auftragsbestand.

In Südkorea ging im September ein neues Werk in Betrieb, das die dortige Produktionskapazität für Diboran verdoppelt. Bis zur vollen Auslastung dauert es nach Unternehmensangaben typischerweise zwei bis vier Jahre, weil Kunden die Produkte erst qualifizieren müssen.

Dem stehen höhere Strom- und Logistikkosten gegenüber, teils wegen der Lage im Nahen Osten. In den USA sank die Segmentmarge gegenüber dem Vorquartal von 15,1 auf 13,4 Prozent, da Preiserhöhungen den Kostenanstieg nicht vollständig auffingen und mehr Anlagengeschäft den Mix verschob.

Für Europa erwartet das Management ein schwierigeres zweites Halbjahr, weil Energiekosten die Industrie bremsen. Gesundheits- und Elektronikprojekte sollen das teilweise auffangen.

Auch das Thermos-Geschäft enttäuschte. Schlechtes Wetter in Japan drückte den Segmentgewinn um gut die Hälfte.

Prognose steht, IR Day im Dezember

Die Jahresziele bleiben unverändert. Das Unternehmen peilt einen Umsatz von 1,38 Billionen Yen, ein bereinigtes operatives Ergebnis von 208 Milliarden Yen und einen Nettogewinn von 131 Milliarden Yen an. Das Management verweist auf Preismaßnahmen und straffe Kostenkontrolle als Hebel für die zweite Jahreshälfte.

Am 8. Dezember hält der Konzern einen IR Day ab, nach eigenen Angaben den ersten seiner Art. Dort will er Wachstumsstrategie, Elektronikgeschäft und Finanzpolitik vorstellen.

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