Telecom, Italia

Telecom Italia Aktie: 88 Millionen Gewinn im Q2

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 02:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

TIM kehrt dank 88 Mio. Euro Quartalsgewinn in die schwarzen Zahlen zurück und treibt den Sparkle-Verkauf bis Ende 2026 voran.

Telecom Italia: Rückkehr in die Gewinnzone und Sparkle-Verkauf im Plan
Abstrakte Darstellung einer modernen Glasfaser-Netzwerkinfrastruktur in einem dunklen, beleuchteten Serverraum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der italienische Telekommunikationskonzern Telecom Italia (TIM) hat mit der Vorlage seiner jüngsten Geschäftszahlen eine deutliche Trendwende signalisiert. Nachdem das Unternehmen im ersten Quartal noch einen massiven Verlust verzeichnet hatte, gelang im zweiten Quartal 2026 die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Parallel dazu treibt der Konzern seine strategische Neuausrichtung durch den geplanten Verkauf der Auslandstochter Sparkle weiter voran.

Starke Quartalszahlen und bestätigte Jahresziele

In dem am 30. Juni 2026 abgeschlossenen zweiten Quartal erzielte Telecom Italia einen Nettogewinn von 88 Millionen Euro. Dies markiert eine signifikante Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem noch ein Minus von 8 Millionen Euro verbucht werden musste. Besonders deutlich wird die Erholung im Vergleich zum unmittelbaren Vorquartal, das TIM noch mit einem Verlust von 292 Millionen Euro abgeschlossen hatte.

Das operative Ergebnis (EBITDA nach Leasingraten) belief sich im zweiten Quartal auf 998 Millionen Euro und traf damit punktgenau die Erwartungen der Analysten, die im Konsens mit 995 Millionen Euro gerechnet hatten.

Für das gesamte erste Halbjahr 2026 meldete der Konzern einen Umsatzanstieg um 2 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Ohne Berücksichtigung des MVNO-Segments lag das Plus sogar bei 3,3 Prozent.

Das Unternehmen bestätigte in diesem Zusammenhang seine Prognosen für die Jahre 2026 und 2027. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Management weiterhin mit einem Umsatzwachstum zwischen 2 und 3 Prozent sowie einer Steigerung des EBITDA nach Leasingraten um 5 bis 6 Prozent. Die Investitionsquote (CapEx) soll dabei unter 14 Prozent des Umsatzes bleiben.

Verkauf der Tochter Sparkle im Zeitplan

Ein zentraler Baustein der Konzernstrategie bleibt die Desinvestition von Randaktivitäten. Wie Telecom Italia im Rahmen seines Halbjahresberichts am vergangenen Freitag mitteilte, wird der Abschluss des Verkaufs der Tochtergesellschaft Sparkle bis Ende 2026 erwartet.

Während die Europäische Kommission dem Vorhaben bereits zugestimmt hat, stehen regulatorische Genehmigungen in den USA noch aus. Die Veräußerung ist Teil der Bemühungen, die Schuldenlast des Konzerns zu senken; das Ziel für das Leverage-Verhältnis wurde erneut mit einem Wert von unter 1,7x bestätigt.

An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt stabil. Am gestrigen Donnerstag verabschiedete sich die Aktie mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 7,62 Euro aus dem Handel.

Auf Sicht der vergangenen 30 Tage verzeichnete der Wert hingegen einen Rückgang von 3,7 Prozent, was unter anderem auf Gewinnmitnahmen und das laufende Übernahmeangebot von Poste Italiane zurückzuführen sein dürfte. Die Annahmefrist für diese Offerte, die ein Volumen von 11 Milliarden Euro umfasst, läuft noch bis zum 11. September.

Analysten und Insider-Aktivitäten

Trotz der operativen Fortschritte zeigen sich Marktbeobachter teilweise zurückhaltend. Die Analysten von Oddo BHF stuften die Aktie am Montag auf "Neutral" herab. In ihrer Bewertung passten sie das Kursziel leicht nach unten an und sehen den fairen Wert nun bei etwa 6,40 Euro, nachdem zuvor ein Niveau von rund 6,50 Euro veranschlagt worden war.

Flankiert wurde die Nachrichtenlage Ende Juli durch mehrere Insider-Transaktionen aus der Führungsebene. Medienberichten zufolge veräußerten unter anderem Luciano Albanese, CEO von Telecom Italia Trust Technologies, sowie weitere Führungskräfte aus den Bereichen Channel Management und Enterprise Private Market größere Aktienpakete zu Kursen zwischen 7,31 Euro und 7,42 Euro.

Diese Verkäufe fielen in den Zeitraum kurz nach dem Start des offiziellen Übernahmeangebots durch Poste Italiane, welches vom Board des Unternehmens bereits im Juli genehmigt worden war.

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