Tenaris, Aktie

Tenaris Aktie: Margen erholen sich

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 00:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nordamerikanische Nachfrage stĂŒtzt Tenaris; höhere Kosten bremsen den Jahresvergleich, wĂ€hrend das Management fĂŒr das vierte Quartal ZuwĂ€chse erwartet.
Industrielle Fertigungsanlage mit glĂŒhendem Metall in einer atmosphĂ€rischen, professionellen Lichtstimmung. Illustration mit AI erstellt.

Tenaris hat im dritten Quartal zugelegt und blickt zuversichtlich aufs Schlussquartal. Der Röhrenhersteller steigerte den Umsatz auf 3,1 Milliarden Dollar, ein Plus von fĂŒnf Prozent zum Vorquartal. Vor allem die Nachfrage in Nordamerika trug das Ergebnis.

Gewinn legt zweistellig zu

Der Nettogewinn der AktionÀre stieg auf 509 Millionen Dollar, nach 446 Millionen im Vorjahresquartal. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,50 Dollar, je ADS bei 1,01 Dollar. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um gut vier Prozent.

Besonders auffĂ€llig ist die Erholung der ProfitabilitĂ€t. Die EBITDA-Marge kletterte von 21,9 auf 24,4 Prozent, das operative Ergebnis sprang gegenĂŒber dem zweiten Quartal um gut ein FĂŒnftel nach oben. Das gelang trotz höherer Kosten fĂŒr Rohstoffe, Energie und Logistik. Das Unternehmen verweist auf einen gĂŒnstigen Produktmix, effiziente Produktion und verschobene Wartungsarbeiten in einigen Werken.

Im Jahresvergleich bleibt das Bild weniger glĂ€nzend. Das EBITDA lag mit 756 Millionen Dollar auf Vorjahresniveau, wobei das Vorjahr einen Sonderertrag aus zurĂŒckerstatteten US-Antidumpingzöllen enthielt. Über neun Monate liegt das operative Ergebnis leicht unter dem Vorjahr, auch wegen höherer US-Zollkosten.

Nordamerika zieht, SĂŒdamerika schwĂ€chelt

Im RöhrengeschÀft stieg der Umsatz in Nordamerika um zwölf Prozent zum Vorquartal. Höhere Lieferungen von Bohrrohren und Leitungsrohren an US-HÀndler gaben den Ausschlag. Auch im Nahen Osten legten die Lieferungen zu, etwa nach Kuwait und Irak.

SchwĂ€cher liefen SĂŒdamerika und Europa, wo die Erlöse jeweils um zwölf Prozent sanken. Dort belasteten weniger Pipeline-Rohre in Argentinien und geringere OCTG-VerkĂ€ufe in der TĂŒrkei.

Das Polster bleibt dick. Der Free Cashflow betrug im Quartal 268 Millionen Dollar, die NettoliquiditĂ€t liegt bei 3,8 Milliarden Dollar. Seit Jahresbeginn flossen 606 Millionen Dollar Dividende und 90 Millionen Dollar in AktienrĂŒckkĂ€ufe.

Ausblick: Neue Basis fĂŒr 2027

FĂŒr das vierte Quartal erwartet das Management höhere UmsĂ€tze und ein höheres EBITDA. Treiber sind steigende OCTG-Nachfrage und -Preise in Nordamerika sowie mehr Lieferungen fĂŒr Offshore-Projekte. Das Quartal soll eine neue Basis fĂŒr 2027 legen, vorausgesetzt, die geopolitische Lage Ă€ndert sich nicht wesentlich. Die Störungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormus halten an.

Heute um 14:00 Uhr deutscher Zeit stellt sich das Management in einer Telefonkonferenz den Fragen von Analysten.

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