Terawulf Aktie: 530 Millionen aus Abernathy-Verkauf
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 15:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Terawulf wandelt sich radikal vom Bitcoin-Miner zum Dienstleister für Künstliche Intelligenz. Der strategische Schwenk überzeugt Analysten trotz kurzfristiger Kursschwankungen. Chardan Capital stufte die Aktie am Mittwoch auf „Strong Buy“ hoch.
Milliardenschwerer Pakt mit Anthropic
Den Ausschlag für die optimistische Bewertung gibt eine 20-jährige Leasingvereinbarung mit dem KI-Start-up Anthropic. Der Vertrag für den Standort in Kentucky hat ein geschätztes Gesamtvolumen von rund 19 Milliarden US-Dollar. Terawulf liefert hierfür die nötige Energie und die physische Infrastruktur für Hochleistungsrechner.
Parallel dazu treibt das Unternehmen den Ausbau seiner Kapazitäten voran. Das Gebäude 4 am Standort Lake Mariner im Bundesstaat New York erreichte kürzlich die Phase des Richtfests. Diese Infrastruktur ist essenziell, um die steigende Nachfrage nach Rechenleistung für KI-Anwendungen zu bedienen.
Liquidität durch Anteilsverkäufe
Um das massive Wachstum zu finanzieren, trennt sich der Konzern von Randbereichen. Im Juli 2026 verkaufte Terawulf seine Mehrheitsanteile am Joint Venture Abernathy für etwa 530 Millionen Euro. Der Erlös fließt direkt in die Bauvorhaben und sichert die notwendige Liquidität für den laufenden Umbau.
An der Börse herrscht derweil technischer Druck. Die Aktie verlor zuletzt an Boden und notiert mit 14,40 Euro etwa 30 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Ein Relative-Stärke-Index (RSI) von 32,2 signalisiert eine überverkaufte Situation, was oft das Interesse antizyklischer Käufer weckt.
Im August stehen die Finanzergebnisse für das zweite Quartal an. Marktteilnehmer erwarten dann konkrete Details zur geplanten Schuldenaufnahme von 3,5 Milliarden US-Dollar für den Campus in Kentucky. Der Baufortschritt in Lake Mariner bleibt ein weiterer Gradmesser für die Geschwindigkeit der Transformation.
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