Terawulf Aktie: S&P senkt Ausblick
Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 17:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
TeraWulf-Anleger erlebten am gestrigen Freitag einen volatilen Handelstag, an dem die Aktie um 6,9 % auf 13,18 € nachgab. Während ein branchenweiter Ausverkauf den Sektor belastete, passte S&P Global Ratings die Bewertung des Unternehmens an. Trotz der kurzfristigen Kursverluste zeigen institutionelle Investoren verstärktes Interesse an dem Unternehmen, das sich zunehmend in den Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) orientiert.
S&P korrigiert Ausblick nach enttäuschenden Quartalszahlen
S&P Global Ratings bestätigte gestern das Emittenten-Rating von TeraWulf mit „BB-“, revidierte jedoch den Ausblick von „positiv“ auf „stabil“. Die Ratingagentur begründete diesen Schritt mit den Quartalsergebnissen, die deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren.
Anfang August hatte TeraWulf für das zweite Quartal einen Verlust je Aktie von 1,94 US-Dollar gemeldet, während Analysten im Konsens lediglich mit einem Minus von 0,24 US-Dollar gerechnet hatten. Auch der Umsatz verfehlte mit 44,77 Millionen US-Dollar das Ziel von 46 Millionen US-Dollar.
Dennoch verwies S&P auf das langfristige Potenzial des Mietvertrags mit dem KI-Unternehmen Anthropic, der ein Volumen von 19 Milliarden US-Dollar umfasst. Der strategische Schwenk zeigt sich bereits in den operativen Zahlen: 71 % des Umsatzes stammten im Berichtsquartal aus dem Leasing von Kapazitäten für Hochleistungsrechnen (HPC).
Branchenweiter Ausverkauf belastet Krypto-Miner
Der gestrige Kursrückgang stand im Kontext eines breiteren Abwärtstrends bei Unternehmen aus dem Bereich des Bitcoin-Minings. Auslöser war Medienberichten zufolge unter anderem der Wettbewerber IREN Limited, der eine Abschreibung auf Mining-Hardware in Höhe von 639 Millionen US-Dollar sowie einen Jahresverlust von 703 Millionen US-Dollar bekannt gab. Die allgemeine Schwäche des Bitcoin-Preises verstärkte den Druck auf den Sektor zusätzlich.
Trotz dieser Marktturbulenzen bleibt die Performance von TeraWulf im laufenden Jahr positiv. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Plus von 35 %. Analysten nutzen die jüngsten Kursrückgänge zudem für neue Einschätzungen.
Die Experten von William Blair starteten gestern die Beobachtung mit der Einstufung „Outperform“ und riefen ein Kursziel von 31,00 US-Dollar aus. Sie verwiesen dabei auf einen attraktiven Einstiegszeitpunkt durch den Fokus auf KI-Infrastruktur. Rosenblatt Securities bestätigte gestern ebenfalls die Kaufempfehlung mit einem Ziel von 30,00 US-Dollar.
Institutionelle Käufe und unterschiedliche Insider-Signale
Während die operativen Zahlen zuletzt für Ernüchterung sorgten, bauen namhafte Investoren ihre Positionen aus. Aus aktuellen regulatorischen Meldungen geht hervor, dass Lone Pine Capital seine Beteiligung um 17,49 % auf 24,1 Millionen Anteile aufgestockt hat. Auch Two Sigma Investments erhöhte die Position deutlich um 31,83 % auf nun 11,5 Millionen Aktien.
Im Management ergab sich zuletzt ein gemischtes Bild bei den Eigengeschäften. Am Donnerstag veräußerte CEO Paul B. Prager 137.500 Aktien zu einem Durchschnittspreis von etwa 17,06 US-Dollar im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans.
Demgegenüber standen Käufe durch das Board-Mitglied Michael C. Bucella, der bereits am 17. August sowie kurz davor insgesamt knapp 6.000 Aktien am freien Markt erwarb. Die nächsten detaillierten Einblicke in die Geschäftsentwicklung werden für den 9. November erwartet, wenn TeraWulf die Zahlen für das dritte Quartal 2026 vorlegt.
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