Tesla Aktie: Goldman senkt Q3-Prognose um 55.000 Einheiten
Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 16:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Beim Elektroautobauer Tesla rĂŒckt das Nutzfahrzeugsegment wieder stĂ€rker in den Mittelpunkt des Geschehens. Auf der Branchenmesse IAA Transportation in Hannover prĂ€sentierte das US-Unternehmen europĂ€ische Spezifikationen und EinfĂŒhrungsplĂ€ne fĂŒr seinen elektrischen Schwerlastwagen.
FĂŒr den Konzern kommt dieser Impuls zu einem wichtigen Zeitpunkt. Zwar steigerte das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 den Umsatz im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 28,24 Milliarden US-Dollar und lieferte mit 480.126 Fahrzeugen einen Rekordwert aus. Gleichzeitig sank der auf die StammaktionĂ€re entfallende Nettogewinn jedoch um 5 Prozent auf 1,11 Milliarden US-Dollar.
Skepsis an den FinanzmÀrkten
Trotz der bevorstehenden Produktvorstellungen blicken Beobachter verhaltener auf das laufende GeschĂ€ft. Analyst Mark Delaney von Goldman Sachs senkte am Donnerstag die Prognose fĂŒr die Auslieferungen im dritten Quartal von 490.000 auf 435.000 Einheiten und stutzte auch die Erwartungen fĂŒr das vierte Quartal von 515.000 auf 475.000 Fahrzeuge zurĂŒck.
Delaney begrĂŒndete den Schritt mit Verkaufszahlen in den KernmĂ€rkten USA, China und Europa, die unter den frĂŒheren Annahmen liegen, behielt seine neutrale Einstufung mit einem Kursziel von 360 US-Dollar jedoch bei.
Gleichzeitig bleibt das Thema des autonomen Fahrens mit Fragen behaftet. Analyst Andrew Boone vom Analysehaus Citizens bekrĂ€ftigte am Mittwoch seine Einstufung mit âMarket Performâ. In der Branche herrsche nach wie vor Skepsis hinsichtlich Teslas rein kamerabasierter Technologie, da signifikante Sicherheitsbedenken und technische HĂŒrden fortbestehen.
Gegenwind durch Aufsichtsbehörden
ZusĂ€tzlich belasten regulatorische PrĂŒfungen. Nach dem Start des fahrerlosen Cybercab-Angebots in Austin vor rund zwei Wochen untersucht die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA im Rahmen eines Audits die Selbstzertifizierung des Fahrzeugs ohne traditionelle Bedienelemente. Bis zum 30. September muss der Konzern auf die Fragen der Aufsicht reagieren, wĂ€hrend eine separate Untersuchung zur Fahrassistenzsoftware rund 3,2 Millionen Fahrzeuge erfasst.
An der Börse spiegelt sich diese Gemengelage in einer anhaltenden Konsolidierung wider. Am Freitag ging die Aktie bei 317,35 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht notiert das Papier mit einem Minus von 19 Prozent und liegt damit 7,1 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt.
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