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Thermo Fisher Aktie: HSBC stuft auf Strong-Buy hoch

Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 03:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Thermo Fisher übertrifft im zweiten Quartal die Gewinnprognose, steigert den Umsatz und erhält nach Produktneuheit mehrere positive Analystenbewertungen.

Draufsicht auf Aktienzertifikat, ISIN-Karte, Pipette und Reagenzgläser auf weißer Fläche
Flatlay-Arrangement repräsentiert Thermo Fisher Sci. US8835561023 mit Aktienzertifikat, ISIN-Karte und Laborutensilien auf weißem Untergrund Illustration mit AI erstellt.

Der US-Technologiekonzern Thermo Fisher Scientific rückt nach einer Serie positiver Expertenbewertungen und starken Geschäftszahlen verstärkt in den Fokus der Anleger.

Am gestrigen Donnerstag und am Mittwoch reagierten Analysten auf die jüngsten Quartalsergebnisse sowie eine neue Produktvorstellung mit deutlichen Aufstufungen. Die Aktie, die gestern bei 532,00 Euro schloss, profitiert dabei von einer operativen Entwicklung, die im zweiten Quartal 2026 die Erwartungen des Marktes übertroffen hat.

Analysten erhöhen Kursziele nach Gewinnplus

Die Analysten von HSBC stuften das Papier am Mittwoch auf „Strong-Buy“ hoch. Parallel dazu hob das Analysehaus Baird am Donnerstag sein Kursziel von 652 US-Dollar auf 686 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung als „Outperform“. Marktbeobachter sehen das Unternehmen insbesondere durch technologische Fortschritte in der Proteinforschung sowie den Einsatz künstlicher Intelligenz für zukünftiges Wachstum gut positioniert.

Das Fundament für den Optimismus liefern die Zahlen zum zweiten Quartal 2026. Thermo Fisher erzielte einen Gewinn je Aktie (EPS) von 6,03 US-Dollar und lag damit über der Konsensschätzung von 5,71 US-Dollar. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,5 Prozent auf 11,99 Milliarden US-Dollar.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 konkretisierte das Management die Prognose für das EPS auf eine Spanne zwischen 24,93 und 25,33 US-Dollar. Dieser Ausblick stützt die Einschätzung vieler Experten, dass der Konzern trotz geopolitischer Risiken seine Profitabilität behaupten kann.

Expansion des Produktportfolios für Labore

Neben den Finanzdaten treibt die operative Erneuerung den Unternehmenswert. Am Mittwoch stellte der Konzern den Multiskan Ease Absorbance Microplate Reader vor. Dabei handelt es sich um ein kompaktes Analysegerät, das speziell für Routine-Workflows in der Forschung entwickelt wurde. Es unterstützt Labore bei der Proteinquantifizierung, Zellviabilitätsprüfungen und mikrobiellem Wachstumswachstum.

Die Zielgruppe für diese Neuentwicklung umfasst akademische Einrichtungen sowie Biotech- und Pharmaunternehmen. Mit der Einführung dieses Geräts reagiert Thermo Fisher auf die steigende Nachfrage nach effizienten Lösungen in der Forschung und Qualitätssicherung.

Strategisch ergänzt diese Innovation die Positionierung des Konzerns als Komplettanbieter für Labortechnik, während sich das Unternehmen bereits vor gut drei Wochen durch den Verkauf der Mikrobiologie-Sparte in anderen Segmenten schlanker aufgestellt hat.

Fundamentale Kennzahlen und Marktbewertung

Im bisherigen Jahresverlauf verzeichnet die Aktie eine positive Entwicklung von 7,6 Prozent. Damit notiert das Papier derzeit nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch, der Abstand zu dieser Marke beträgt lediglich 3,1 Prozent.

Während die operative Marge im Zwölf-Monats-Zeitraum stabil bei 17,5 Prozent lag, gab es zuletzt eine Bewegung im Kreis der Führungsebene: Marc N. Casper veräußerte am 28. August 1.257 Aktien im Wert von rund 782.100 US-Dollar.

Trotz dieser Insider-Transaktion bleibt die allgemeine Marktstimmung konstruktiv. Branchenkenner weisen darauf hin, dass die Bewertung von Thermo Fisher mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 32 im Vergleich zum breiteren Sektor der Lebenswissenschaften als moderat eingestuft werden kann.

Angesichts der starken Marktstellung bei Analysegeräten und der Integration neuer Akquisitionen sehen Analysten das Unternehmen weiterhin auf einem soliden Wachstumspfad.

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