Thyssenkrupp, Aktie

Thyssenkrupp Aktie: Kone verĂ€ußert europĂ€ische TK-Elevator-Teile

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 10:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kone will europÀische TK-Elevator-GeschÀftsteile abgeben; Thyssenkrupp Steel hÀlt an EBITDA-Zielen und geplanten Ergebnisverbesserungen fest.

Bauhaus-Poster mit geometrischen Formen, ZahnrÀdern und Schriftzug STEEL
thyssenkrupp AG (DE0007500001): geometrisches Bauhaus-Poster mit ZahnrĂ€dern, StahltrĂ€ger und großem Schriftzug STEEL in Rot-Grau Illustration mit AI erstellt.

Beim geplanten Verkauf von TK Elevator zeichnen sich Anpassungen ab. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters plant der finnische Aufzugshersteller Kone, wesentliche Teile des europĂ€ischen GeschĂ€fts von TK Elevator zu verĂ€ußern. Damit will das Unternehmen wettbewerbsrechtliche Vorbehalte gegen die angestrebte Übernahme ausrĂ€umen. FĂŒr Thyssenkrupp ist dieser Schritt von direkter Bedeutung, da der Industriekonzern indirekt weiterhin gut 16 Prozent an TK Elevator hĂ€lt.

Die Beteiligung an dem Aufzugsbauer gilt als wesentlicher Baustein bei der Bewertung des Essener Konzerns. Am gestrigen Dienstag ging die Thyssenkrupp-Aktie mit einem Schlusskurs von 13,80 Euro aus dem Handel. Trotz jĂŒngster Konsolidierungsphasen verzeichnet der Titel seit Jahresanfang ein Kursplus von 48 Prozent.

Umbau der Stahlsparte rĂŒckt in den Fokus

Neben den Entwicklungen rund um TK Elevator treibt das Management die Neuausrichtung des operativen KerngeschÀfts voran. Auf dem Capital Market Day der Stahlsparte vor gut einer Woche bekrÀftigte thyssenkrupp Steel seine mittelfristigen Vorgaben. Die Sparte peilt ein bereinigtes EBITDA von mindestens 1,2 Milliarden Euro an. Die bereinigte EBITDA-Marge soll mindestens 11 Prozent erreichen.

Zudem strebt die Einheit einen positiven freien Barmittelzufluss an. Nach Unternehmensangaben sollen dabei mehr als 800 Millionen Euro an Ergebnisverbesserungen aus eigenstĂ€ndigen Maßnahmen generiert werden. Laut Reuters plant die Stahlsparte, den Kerngewinn ĂŒber den Abbau von KapazitĂ€ten und Stellen sowie ĂŒber schĂ€rfere Handelsschranken gegen gĂŒnstigen asiatischen Stahl mindestens zu verdreifachen.

Analysten sehen Spielraum fĂŒr Erholung

Zwei renommierte HĂ€user stuften die Aktie kĂŒrzlich positiv ein. Am 29. September beließ Deutsche Bank Research das Papier auf „Buy“ und setzte ein Kursziel von 18 Euro an.

Cole Hathorn von Jefferies verwies darauf, dass der Lagerabbau auf Kundenseite weitgehend abgeschlossen sei. Er rechnet bis 2027 wieder mit anziehenden europÀischen Stahlpreisen. Im Anlagenbau meldete die Konzerntochter thyssenkrupp nucera am 29. September einen neuen Chlor-Alkali-Auftrag aus China von Hongniu Lanzhou im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

NĂ€chste Meilensteine im Finanzkalender

In den kommenden Wochen rĂŒckt der direkte Dialog mit Kapitalmarktteilnehmern in den Vordergrund. An der Börse wird Thyssenkrupp mit einer Marktkapitalisierung von 8,54 Milliarden Euro bewertet.

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