Thyssenkrupp Aktie: Steel Europe peilt 1,2 Milliarden EBITDA an
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 19:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Auf einem Capital Markets Day hat die Stahlsparte Steel Europe von Thyssenkrupp heute neue Ergebnisziele präsentiert. Das Management stellte für den Bereich mittelfristig ein bereinigtes EBITDA von mindestens 1,2 Milliarden Euro in Aussicht. Für das am 30. September 2026 endende Geschäftsjahr rechnet der Konzern bei der europäischen Stahltochter noch mit einem bereinigten operativen Ergebnis von rund 400 Millionen Euro.
Die geplante Steigerung der Profitabilität stützt sich nach Unternehmensangaben auf mehrere Hebel. Neben Maßnahmen zum Kapazitäts- und Stellenabbau setzt die Sparte auf Rückenwind durch höhere Handelsschranken.
Handelspolitische Flankierung und Restrukturierung
Unterstützung zeichnete sich hierbei bereits im Vorfeld auf europäischer Ebene ab. Wie Reuters am 18. September berichtete, hat die Europäische Union vorläufige Schutzmaßnahmen für Elektroband und darauf aufbauende Erzeugnisse angekündigt. Diese Schritte dürften nach Einschätzung der Nachrichtenagentur der Thyssenkrupp-Stahltochter zugutekommen, da sie den Wettbewerbsdruck durch Importe dämpfen.
Die Neuausrichtung knüpft an die grundlegenden Weichenstellungen im Konzern an. Mit der nun konkretisierten Mittelfristplanung untermauert das Management den Sanierungskurs des Bereichs, der durch den Abbau von Überkapazitäten und Personalanpassungen wetterfester aufgestellt werden soll.
Analystenblick und Marktgeschehen
Auch von Analystenseite gab es zuletzt Signale zur Aktie des Industriekonzerns. Am vergangenen Freitag bestätigte das Analysehaus Jefferies Medienberichten zufolge seine Einstufung mit „Buy“ und beließ das Kursziel bei 13 Euro.
An der Börse notiert der Titel am heutigen Handelstag bei 15,48 Euro, was einem moderaten Zuwachs von 0,5 Prozent entspricht. Damit bewegt sich das Papier mit einem Abstand von 2,4 Prozent weiterhin in unmittelbarer Reichweite des 52-Wochen-Hochs von 15,86 Euro. Die Anleger honorieren damit vorerst die Kombination aus internen Einsparzusagen und außenwirtschaftlichem Schutz für das europäische Stahlgeschäft.
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