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Tko Group Aktie: Anleihe finanziert Rückkäufe

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 16:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach kräftigem Quartalswachstum hebt TKO die Jahresziele an und will Rückkäufe teilweise mit einer neuen Anleihe finanzieren.
Abstrakte Darstellung von strategischer Finanzplanung und Kapitalallokation in einer modernen, professionellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Einen Tag nach den Quartalszahlen legt TKO nach: Die Gesellschaft startet eine Anleihe über 1,0 Milliarden Dollar. Das Geld soll unter anderem den nächsten Schub an Aktienrückkäufen finanzieren.

Anleihe mit Rückkaufbezug

Begeben werden besicherte Senior Notes mit Laufzeit bis 2031, ausgegeben von der Tochter TKO Worldwide Holdings. Die Papiere sind erstrangig besichert und richten sich nur an qualifizierte institutionelle Investoren. Der Abschluss hängt noch von Preisfestsetzung und üblichen Bedingungen ab.

Den Erlös will TKO für allgemeine Unternehmenszwecke einsetzen. Dazu zählen ausdrücklich Ausschüttungen an die Muttergesellschaften, mit denen Aktienrückkäufe bezahlt werden sollen. Das passt zur Ankündigung vom Vortag: Der Konzern will die verbleibende Ermächtigung von rund 936 Millionen Dollar weitgehend ausschöpfen und dafür primär zusätzliche Schulden sowie Barmittel nutzen. Zeitpunkt und Umfang der Käufe legt das Management nach eigenem Ermessen fest.

Starkes drittes Quartal

Die Zahlen liefern die Grundlage für diese Zuversicht. Der Umsatz stieg um 21 Prozent auf 1,360 Milliarden Dollar, der Nettogewinn kletterte auf 277,9 Millionen Dollar nach 106,8 Millionen im Vorjahr. Das bereinigte EBITDA legte um 54 Prozent auf 555,7 Millionen Dollar zu, die Marge sprang von 32 auf 41 Prozent.

Haupttreiber war UFC. Die Erlöse der Kampfsportliga wuchsen um 60 Prozent auf 519,2 Millionen Dollar, getragen vom neuen Medienrechtevertrag mit Skydance, zusätzlichen Events und dem Rekordevent UFC 329. Bei WWE gaben die Erlöse leicht nach, weil drei große Premium-Events weniger stattfanden. Das Ergebnis stieg dennoch, da auch die Kosten sanken. Das Segment IMG profitierte von der Fußball-WM 2026 und neuen Marketingdeals.

Prognose zweimal angehoben

Zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöht TKO seine Ziele. Für 2026 erwartet der Konzern nun einen Umsatz von 5,790 bis 5,830 Milliarden Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 2,295 bis 2,315 Milliarden Dollar. Die Planung setzt voraus, dass alle Live-Events wie vorgesehen stattfinden, auch jene im Nahen Osten.

Die Kehrseite der Kapitalrückführung ist die Verschuldung. Die Bruttoschulden lagen Ende September bei 4,647 Milliarden Dollar, die Barmittel bei 630,9 Millionen Dollar. Seit Jahresbeginn flossen bereits mehr als 1,6 Milliarden Dollar an die Eigner zurück, über Rückkäufe und Dividenden. Die Neuemission würde den Schuldenberg weiter erhöhen. Entscheidend ist nun die Preisfestsetzung der Notes, die der Konzern als Nächstes abschließen muss.

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