Toast, Aktie

Toast Aktie: FTC-Klage gegen Toast

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 19:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Toast will sich gegen den ROSCA-Vorwurf wehren; Preise, Kundenservice und Support sollen unverÀndert bleiben.
Modernes Kassensystem in einem Restaurant vor verschwommenem Hintergrund, das eine AtmosphĂ€re rechtlicher PrĂŒfung vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Die US-Handelsbehörde FTC geht juristisch gegen Toast vor. Zusammen mit GeneralstaatsanwĂ€lten mehrerer Bundesstaaten und zwei kalifornischen Jurisdiktionen verklagt sie den Anbieter von Restaurantsoftware. Das Unternehmen kĂŒndigt umgehend Gegenwehr an.

Die VorwĂŒrfe

Die KlĂ€ger werfen Toast versteckte GebĂŒhren, aufgedrĂ€ngte Zusatzprodukte und erschwerte KĂŒndigungen vor. Rechtlich stĂŒtzt sich die FTC auf den Restore Online Shoppers' Confidence Act, kurz ROSCA. Der Kongress hatte das Gesetz erlassen, um bestimmte Praktiken bei Online-Abonnements einzudĂ€mmen.

Genau hier setzt Toast an. Nach Darstellung des Unternehmens hat noch kein Gericht entschieden, dass ROSCA auf individuell ausgehandelte VertrĂ€ge zwischen Unternehmen anwendbar ist. Eine solche Auslegung könnte nach EinschĂ€tzung von Toast das Vertragsrecht zwischen GeschĂ€ftspartnern umkrempeln und Anbieter in der gesamten Wirtschaft treffen. Am Ende, so die Argumentation, drohten schlechtere Konditionen fĂŒr kleine Betriebe.

Toasts Verteidigungslinie

Das Unternehmen spricht von einer beispiellosen Klage und will sich "mit aller Kraft" verteidigen. Toast verweist darauf, seit Mitte 2025 mit der Behörde zu kooperieren, wie bereits im jĂŒngsten Quartalsbericht offengelegt. Man habe sich auch um eine Lösung vor einem Prozess bemĂŒht.

Die FTC habe jedoch Informationen ignoriert, die zeigten, wie stark Restaurantkunden ihre VertrÀge selbst verhandeln. Das ist der Kern der Verteidigung: Individuell ausgehandelte Vereinbarungen seien keine Verbraucherabos im Sinne des Gesetzes.

FĂŒr das laufende GeschĂ€ft gibt Toast Entwarnung. Kundenservice, Preise und Support blieben unverĂ€ndert. Knapp 200.000 Standorte nutzen die Plattform.

Kursreaktion und Ausblick

An der Börse hielt sich die Reaktion zunÀchst in Grenzen. Die Aktie notierte zuletzt bei rund 31,50 Dollar, ein Tagesminus von gut einem Prozent. Der Kurs gab im Handelsverlauf leicht nach.

Konkrete finanzielle Folgen lassen sich derzeit nicht beziffern. Weder eine Strafhöhe noch ein Verfahrenstermin sind bekannt. Marktbeobachter dĂŒrften vor allem darauf achten, ob andere Softwareanbieter mit Ă€hnlichen Vertragsmodellen ins Visier geraten und wie ein Gericht ĂŒber die Anwendbarkeit von ROSCA auf GeschĂ€ftskundenvertrĂ€ge urteilt.

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