Treasury Wine Estates Aktie: Verkauft Traditionsmarke Seppelt
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 15:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der australische Weinriese Treasury Wine Estates treibt die Straffung seines Markenportfolios voran. Der Konzern verkauft seine traditionsreiche Marke Seppelt an eine Investorengruppe um Aaron Drummond, Chef und Miteigentümer des Weinguts Stonier, zu der auch Celina Thickins gehört. Ein Verkaufspreis für die Transaktion wurde nicht veröffentlicht.
Der Schritt ist ein direkter Baustein der Strategie von Vorstandschef Sam Fischer. Das Management hatte bereits auf einem Investorentag im Juni angekündigt, das Portfolio fokussieren und die Produktionsstrukturen vereinfachen zu wollen.
Durch die Veräußerung wandern neben dem Markennamen auch das historische Weingut Great Western Winery mitsamt den unterirdischen Kellern, die Besucherbereiche sowie die zugehörigen Rebflächen an die neuen Eigentümer. Dazu zählt auch der 1964 erstmals bepflanzte Weinberg Drumborg bei Portland, der als Pionierstandort für kühle Lagenweine gilt.
Historisches Erbe wechselt den Besitzer
Mit Seppelt gibt der Konzern eines der ältesten Weinbau-Assets des Landes ab. Die Ursprünge des Namens reichen bis ins Jahr 1851 zurück, während das Great Western Estate 1865 gegründet wurde. Die Weinberge umfassen rund 740 Acres in Victoria und South Australia, wovon allein 290 Acres auf das Gut Great Western und 94 Acres auf Drumborg entfallen.
Angus Lilley, Geschäftsführer für die Regionen Australien, Neuseeland und Europa, bezeichnete die Übergabe als positiven Schritt, der die Marke in lokalen Händen halte. Der Abschluss der Transaktion soll Mitte Oktober erfolgen.
Die operative Verschlankung folgt auf eine Phase strategischer Weichenstellungen. Anleger honorieren die Fortschritte bei den angekündigten Asset-Verkäufen: Die Aktie legte heute um 6,3 Prozent auf 3,36 Euro zu.
Großinvestor meldet meldepflichtige Beteiligung
Flankiert wird der Portfolioumbau von Bewegungen im Aktionariat. Der größte Teil dieser Position entfällt auf Wertpapierleihgeschäfte und den Eigenhandel der verschiedenen Einheiten.
Auf Analystenseite überwiegt derweil eine abwartende Haltung bezüglich der weiteren Margenentwicklung. Während das Management unrentablere Segmente bereinigt, bleibt die mittelfristige Ertragskraft im Premiumsegment der maßgebliche Gradmesser für die Neubewertung der Aktie.
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