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Under Armour Aktie: Prognose rutscht ab

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 18:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Umsatz sank im zweiten Quartal um 7 Prozent; für das laufende Quartal erwartet Under Armour einen Rückgang von 8 bis 9 Prozent.
Abstrakte Darstellung eines negativen Markttrends in einem modernen, professionellen Finanzumfeld. Illustration mit AI erstellt.

Under Armour liefert solide Zahlen für das zweite Quartal und kassiert trotzdem den Ausblick. Der Sportartikelhersteller erwartet für das laufende Quartal einen deutlich stärkeren Umsatzrückgang als gedacht. Vorbörslich fiel die Aktie um rund 12 Prozent, im Morgenhandel hatte sie sich dann stabilisiert.

Zweites Quartal: Umsatz unter Druck, Ergebnis knapp im Plus

Der Umsatz sank um 7 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Alle Kategorien gaben nach, am stärksten Schuhe mit minus 11 Prozent. Bekleidung verlor 6 Prozent, Accessoires 7 Prozent. Auch in Nordamerika, dem wichtigsten Markt, ging der Umsatz um 7 Prozent zurück.

Unter dem Strich stand ein Verlust von 0,4 Millionen Dollar, je Aktie also 0,00 Dollar. Umsatz und bereinigtes Ergebnis lagen dennoch leicht über den Erwartungen. Der bereinigte operative Gewinn von 25 Millionen Dollar fiel allerdings deutlich niedriger aus als vor einem Jahr.

CEO Kevin Plank sprach von Fortschritten beim Konzernumbau, bei Effizienz, Produktangebot und Marketing. Die Kosten sanken, die Vorräte stiegen dagegen um 4 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar.

Dritter Quartalsausblick enttäuscht

Für das laufende Quartal rechnet das Management mit einem Umsatzminus von 8 bis 9 Prozent. Analysten hatten mit rund 4 Prozent gerechnet. Beim bereinigten Ergebnis stellt das Unternehmen einen Verlust von 1 bis 3 Cent je Aktie in Aussicht, erwartet war ein Gewinn von 4 Cent.

In Nordamerika dürfte der Umsatz im Quartal im niedrigen zweistelligen Prozentbereich sinken. Finanzchef Reza Talaghani warnte, schwache Kundenfrequenz und makroökonomischer Druck könnten den Rückgang dort über die bisherige Erwartung hinaus verschärfen. Das Unternehmen verweist zudem auf aggressive Rabattaktionen der Konkurrenz, die Lagerbestände abbauen.

Marge und Nahost-Folgen

Die Prognose für die Bruttomarge fällt niedriger aus. Sie soll nun um 170 bis 220 Basispunkte steigen, zuvor waren 220 bis 270 Basispunkte angepeilt. Gründe sind höhere Treibstoff- und Frachtkosten, geplante Maßnahmen zum Lagerabbau und Wechselkurseffekte. Rund 150 Basispunkte des Anstiegs gehen auf die Rückerstattung von Zöllen aus dem Vorjahr zurück.

Der Nahost-Konflikt belastet das Ergebnis nun mit etwa 45 Millionen Dollar, nach zuvor 35 Millionen. Der bereinigte operative Gewinn soll weiter 140 bis 160 Millionen Dollar erreichen, der Umsatz im Gesamtjahr im mittleren einstelligen Prozentbereich sinken.

Morningstar-Analyst David Swartz sieht Fortschritte bei Vereinfachung, Kostensenkung und Produkten, aber noch einen weiten Weg. Schwache Branchennachfrage und breite Rabattaktionen erschweren die Wende. Das Restrukturierungsprogramm soll bis Ende Dezember 2026 weitgehend abgeschlossen sein.

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