US Antimony Aktie: 20-Prozent-Crash auf 5,25 USD
Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 16:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de
US Antimony verzeichnete im zweiten Quartal 2026 einen Umsatzrückgang von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Als direkte Reaktion auf die schwächeren Zahlen und die Preisentwicklungen am Rohstoffmarkt senkte das Unternehmen seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr massiv. Der Aktienkurs brach am heutigen Mittwoch um 20,21 Prozent auf 5,25 USD ein.
Massive Prognosesenkung belastet Kurs
Der Quartalsumsatz belief sich auf 7,9 Millionen USD, was deutlich unter dem Vorjahreswert von 10,5 Millionen USD lag. Damit verfehlte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten, die im Vorfeld mit rund 21,7 Millionen USD gerechnet hatten.
Das Management korrigierte infolgedessen die Erwartungen für das Gesamtjahr 2026 auf eine Spanne zwischen 60 und 75 Millionen USD nach unten. Ursprünglich hatte US Antimony mit Erlösen in Höhe von 125 Millionen USD gerechnet.
CEO Gary Evans begründete diesen Schritt unter anderem mit zeitlichen Verzögerungen bei der Abwicklung von Regierungsaufträgen. Trotz der reduzierten Prognose konnte das Unternehmen das Verkaufsvolumen im Antimon-Segment um 26 Prozent auf 428.425 Pfund steigern.
Dieser Zuwachs wurde jedoch durch einen massiven Preisverfall am Markt aufgezehrt. Der durchschnittliche Verkaufspreis für Antimon sank im Vergleich zum Vorjahr um 52 Prozent auf 13,70 USD pro Pfund. Das Unternehmen reagierte auf diese Situation mit einem Aufbau der Bestände; das Antimon-Inventar stieg seit dem Jahreswechsel um 178 Prozent an.
Wachstum im Zeolith-Geschäft und Staatsaufträge
Ein positiver Impuls kam im abgelaufenen Quartal aus dem Zeolith-Geschäft. In diesem Segment verdoppelte sich der Umsatz auf 1,9 Millionen USD, was einem Plus von 110 Prozent entspricht. Auch das Absatzvolumen legte deutlich zu und erreichte 6.609 Tonnen, was einer Steigerung von 114 Prozent entspricht.
Für das laufende dritte Quartal stellt das Unternehmen zudem zusätzliche Umsätze in Aussicht. Hintergrund sind Lieferungen an die Defense Logistics Agency (DLA). Erste Chargen von rund 82.000 Pfund wurden bereits im Juni geliefert.
Der entsprechende Umsatz von 2,6 Millionen USD wird jedoch erst im dritten Quartal verbucht. Insgesamt erwartet das Unternehmen aus Aufträgen der US-Regierung im nächsten Quartal zusätzliche Erlöse zwischen 9 und 10 Millionen USD.
Finanzielle Stabilität trotz operativem Verlust
Die Bilanz des Unternehmens zeigt zum Ende des zweiten Quartals eine solide Liquiditätsausstattung. Das Working Capital verdoppelte sich seit Ende März auf nunmehr 70 Millionen USD. US Antimony verfügt über liquide Mittel und Staatsanleihen im Wert von 62,2 Millionen USD. Unter Berücksichtigung strategischer Investments, wie der Beteiligung an Larvotto, beziffert das Management die verfügbare Liquidität sogar auf 105 Millionen USD.
Dem steht ein operativer Verlust von 7,0 Millionen USD gegenüber, der unter anderem durch aktienbasierte Vergütungen beeinflusst wurde. Das Nettoeinkommen für das zweite Quartal wird mit 0,1 Millionen USD ausgewiesen. Anleger reagierten dennoch enttäuscht auf die verfehlte Umsatzprognose.
Mit dem aktuellen Kursrückgang notiert das Papier nun 20,18 Prozent unter seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage. Da der Antimonpreis laut Einschätzung der Geschäftsführung für den Rest des Jahres bei etwa 10 USD pro Pfund verharren könnte, bleibt der Fokus der Anleger auf der erfolgreichen Umsetzung der ausstehenden Regierungsverträge.
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