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VanEck Gold Miners ETF: Harmony-Gewinn steigt um 87 Prozent

Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 16:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zinssorgen und höhere Förderkosten belasten den VanEck Gold Miners ETF, während hohe Goldpreise die Margen großer Produzenten stützen.

VanEck Gold Miners ETF unter Druck trotz starker Branchengewinne
Große Industrieanlagen in einer offenen Goldmine während des Sonnenuntergangs. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Nach einer Phase deutlicher Kursgewinne geriet der VanEck Gold Miners ETF (GDX) zum Ende der Handelswoche unter Druck. Auslöser für die jüngste Korrektur waren Signale einer restriktiveren US-Geldpolitik sowie Berichte über steigende Produktionskosten in der Bergbauindustrie.

Trotz der kurzfristigen Volatilität sehen Marktbeobachter die fundamentale Bewertung der Goldminenbetreiber weiterhin in einem attraktiven Bereich, was durch Rekordgewinne einzelner Branchengrößen unterstrichen wird.

Zinspolitik und Goldpreis-Korrektur belasten

Der Sektor reagierte am Freitag empfindlich auf Äußerungen von Fed-Chef Warsh, der angesichts einer Inflationsrate von 3,7 Prozent weitere Zinserhöhungen in Aussicht stellte. Die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im September wird laut FedWatch-Daten nun mit 60 Prozent beziffert, nachdem dieser Wert zuvor noch bei 35 Prozent gelegen hatte. Diese Aussicht belastete den Goldpreis, der seine schlechteste Woche seit 34 Wochen verbuchte und auf 4.504 US-Dollar zurückfiel.

In diesem Marktumfeld verzeichnete der VanEck Gold Miners ETF am Freitag einen Rückgang von 3,9 Prozent und beendete den Handel bei einem Schlusskurs von 99,65 USD. Dennoch weist der Fonds mit einem Zuwachs von 16 Prozent seit Jahresbeginn weiterhin eine positive Bilanz für das laufende Jahr auf.

Die erhöhte Wahrscheinlichkeit steigender Zinsen wirkt üblicherweise dämpfend auf Edelmetalle, da diese keine Zinserträge abwerfen, was die Aktien der Minenbetreiber unmittelbar mit nach unten zog.

Kostensteigerungen durch Lizenzgebühren und Energie

Ein zentrales Thema für Anleger bleibt die Kostenstruktur der Bergbauunternehmen. Ein Bericht des World Gold Council (WGC) zeigt, dass die globalen All-in Sustaining Costs (AISC) im ersten Quartal 2026 auf 1.785 US-Dollar pro Unze gestiegen sind. Dies entspricht einem Zuwachs von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders die steigenden Lizenzgebühren in wichtigen Förderländern wie Ghana, wo bei Goldpreisen über 4.500 US-Dollar Sätze von bis zu 12 Prozent fällig werden, belasten die Bilanzen. Auch in Burkina Faso und Mali wurden die Abgaben deutlich angehoben.

Zusätzlich treiben explodierende Energiepreise die operativen Ausgaben. Infolge von Spannungen im Iran stiegen die Dieselpreise in den USA zuletzt um 54 Prozent. Trotz dieser Teuerungen konnten viele Unternehmen ihre Margen aufgrund des hohen Goldpreisniveaus verteidigen. Die AISC-Marge erreichte laut WGC mit 3.076 US-Dollar pro Unze einen Rekordwert, was die hohe Profitabilität des Sektors bei aktuellen Preisen verdeutlicht.

Analysteneinschätzungen und Unternehmensmeldungen

Trotz der aktuellen Kursrücksetzer bleiben die Analysten von Seeking Alpha optimistisch für den VanEck Gold Miners ETF und vergeben ein "Buy"-Rating. Sie verweisen auf ein attraktives Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 10,4 und ein langfristiges Gewinnwachstum je Aktie von 11,8 Prozent. Technisch wird nach dem jüngsten Ausbruch ein Kursziel von 115 US-Dollar ins Auge gefasst, wobei saisonale Risiken bis in den Oktober hinein bestehen könnten. Die Experten von Goldman Sachs beobachten zudem eine verstärkte Nutzung von Call-Optionen als Preisverstärker im Goldmarkt.

Auf Unternehmensebene gab es zuletzt wichtige Bewegungen bei den Schwergewichten des ETFs. Newmont kündigte den Verkauf seines Northumberland-Projekts in Nevada für 70 Millionen US-Dollar an StrikePoint Gold an. Zeitgleich meldete Harmony Gold für das Geschäftsjahr 2026 einen Anstieg des Gewinns auf 1,61 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 87 Prozent entspricht.

Während die Produktion leicht rückläufig war, konnten die realisierten Goldpreise den Anstieg der AISC um 13 Prozent mehr als kompensieren. Auch Gold Fields berichtete von Rekord-Cashflows, was die insgesamt robuste Verfassung der großen Produzenten untermauert.

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