Vertiv Aktie: Bernstein nennt Politiksorgen übertrieben
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 03:33 Uhr | Redaktion boerse-global.deVertiv hat gestern im Sog einer freundlicheren Einschätzung politischer Risiken für den US-Rechenzentrumsbau 5,2% gewonnen. Bernstein bezeichnete die Sorgen als übertrieben; die Berichterstattung führte die Kursgewinne bei Vertiv und weiteren Strom- und Rechenzentrumsinfrastrukturwerten auf diese Einschätzung zurück.
Bernstein erwartet Fortgang der Bauprojekte
Nach Einschätzung von Bernstein dürften die Rechenzentrumsprojekte in den USA eher fortgeführt werden, als die politischen Befürchtungen vieler Anleger nahelegen. Die Entwickler müssten dabei voraussichtlich einen größeren Anteil der Strom- und Netzkosten tragen.
Das Analysehaus bestätigte gestern seine Einstufung „Outperform“ und das Kursziel von 376 $. Damit blieb Bernstein nach den jüngsten Quartalszahlen bei seiner positiven Bewertung von Vertiv.
Höhere Prognose und abgeschlossene Übernahme
Vertiv hatte am 28. Oktober für das dritte Quartal 2026 einen Nettoumsatz von 4.313 Millionen $ gemeldet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach das einem Wachstum von 61%.
Der bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie stieg um 78% auf 2,21 $. Zugleich meldete das Unternehmen ein organisches Auftragswachstum von mehr als 100%.
Mit der Ergebnisvorlage hob Vertiv seine Jahresprognose über alle wesentlichen Kennzahlen hinweg an. Für 2026 erwartet das Unternehmen im Mittelpunkt der Prognose einen Nettoumsatz von 14.650 Millionen $ und einen bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie von 7,15 $.
Bereits am 27. Oktober hatte Vertiv die Übernahme von Utility Innovation Holdings, auch als UtilityInnovation Group bezeichnet, abgeschlossen. Die anfängliche Barzahlung betrug rund 1,45 Milliarden $; zusätzlich sind erfolgsabhängige Barzahlungen von bis zu 1,15 Milliarden $ möglich.
Diese zusätzlichen Zahlungen hängen davon ab, ob EBITDA-Ziele über Zeiträume von zwölf und 24 Monaten erreicht werden.
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