Viking, Therapeutics

Viking Therapeutics Aktie: Kasse voll, Verlust kleiner

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 03:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Viking Therapeutics übertrifft Erwartungen mit geringerem Quartalsverlust und verfügt über eine starke Kassenreserve von 502 Millionen Dollar.

Viking Therapeutics: Quartalsverlust schrumpft, Kassenbestand solide
Modernes Biotechnologie-Labor mit klinischer Beleuchtung als Symbol für pharmazeutische Forschung und wirtschaftliche Stabilität. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Zwei Führungskräfte von Viking Therapeutics verkaufen Aktien im Wert von zusammen mehr als 1,3 Millionen Dollar. Klingt nach Alarm, ist aber Routine: Sowohl COO Marianna Mancini als auch CFO Greg Zante lösten damit lediglich Steuerpflichten aus RSU-Vestings ein. Der eigentlich interessante Teil des jüngsten Newsflows steckt woanders — in den Quartalszahlen.

Insiderverkäufe ohne Alarmcharakter

Mancini verkaufte am 29. Juli 18.217 Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 33,47 Dollar, was rund 609.635 Dollar einbrachte. Zante trennte sich am selben Tag von 21.217 Aktien für 710.141 Dollar. Beide Transaktionen waren automatische, nicht-diskretionäre Verkäufe zur Deckung von Steuerabzügen — ausgelöst durch das Vesting von Performance-RSUs aus einem Programm von Januar 2023. Einen Tag zuvor hatten beide Manager je 31.667 Aktien zum Nullpreis erhalten, weil ein nicht-finanzielles Leistungsziel erreicht wurde. Nach den Transaktionen hält Mancini weiterhin 422.760 Aktien, Zante kommt auf 212.204 Aktien.

Verlust fällt geringer aus als erwartet

Für das zweite Quartal 2026 meldete Viking einen Verlust von 1,10 Dollar je Aktie — deutlich besser als die von Analysten erwartete 1,23-Dollar-Marke. Im Jahresvergleich fiel der Verlust dennoch höher aus, was vor allem an gestiegenen Forschungsausgaben liegt. Das Unternehmen investiert kräftig in seine späte Adipositas-Pipeline und in neue Programme. Zum Quartalsende verfügte Viking über eine Kassenposition von 502 Millionen Dollar.

Auf der klinischen Seite kommt Bewegung in die Pipeline. Die Phase-3-Studien VANQUISH-1 und -2 zum injizierbaren VK2735 sind vollständig rekrutiert und laufen planmäßig weiter. Für die orale Formulierung von VK2735 soll die Phase-3-Studie im vierten Quartal 2026 starten — sie könnte laut Unternehmensangaben der erste orale duale GLP-1/GIP-Agonist am Markt werden. Daten zur Erhaltungsdosierung von VK2735 werden noch im dritten Quartal 2026 erwartet. Parallel läuft eine Phase-1-Studie zum Amylin-Agonisten VK3019.

Die Kombination aus solider Kassenreserve und einem Quartalsverlust unter den Erwartungen gibt dem Unternehmen Spielraum, das ambitionierte Studienprogramm bis in den Herbst 2026 fortzusetzen, ohne kurzfristig auf externe Finanzierung angewiesen zu sein.

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