Warabeyaichiyo, Aktie

Warabeyaichiyo Aktie: Ohio-Fabrik stoppt, Verlust von 700 Millionen

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 14:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schwächere Verkäufe, höhere Kosten und das gestoppte Werk drücken die Erwartungen für Umsatz und Betriebsgewinn.

Warabeyaichiyo senkt Jahresprognose und stoppt US-Fabrikprojekt
Leere, moderne Industrieanlage in einer Fabrik mit Edelstahlmaschinen und natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Warabeyaichiyo verzeichnet heute einen Kursverlust von 3,8 Prozent auf 2.513,00 JPY. Auslöser des Rückschlags ist eine spürbare Senkung der Ergebnisprognose für das Gesamtjahr, die das Unternehmen gestern zusammen mit schwächeren Zwischenergebnissen und dem Abbruch eines US-Fabrikprojekts bekanntgegeben hat.

Für das im Februar 2027 endende Geschäftsjahr rechnet das Management nun mit einem Betriebsgewinn von 6,0 Milliarden JPY.

Als Gründe für die Eintrübung verwies Warabeyaichiyo auf geringer als erwartet ausgefallene Lebensmittelverkäufe sowie auf gestiegene Ausgaben für Verpackungsmaterial und Energie, die unter anderem durch anhaltende Spannungen im Nahen Osten angetrieben werden. Die Dividendenprognose behielt das Unternehmen dagegen unverändert bei.

Das Umsatzziel wurde parallel dazu auf 238,0 Milliarden JPY zurückgenommen.

Belastungen durch gestopptes Werk in den USA

Zusätzlich belasten Entscheidungen im Nordamerika-Geschäft das Ergebnis. Warabeyaichiyo hat beschlossen, den Betrieb einer geplanten Fabrik in Columbus im US-Bundesstaat Ohio nicht wie vorgesehen aufzunehmen.

Der Schritt erfolgte nach Abstimmungen mit dem Kunden 7-Eleven über Fertigungspläne und Anpassungen in dessen nordamerikanischer Lieferkette, wie auch Reuters berichtete. Das Unternehmen führt bereits Verhandlungen über den Verkauf der Anlagen vor Ort.

Infolge des Projektstopps fällt im Geschäftsjahr bis Februar 2027 voraussichtlich ein außerordentlicher Verlust von rund 700 Millionen JPY an. Dieser Sonderaufwand ist im revidierten Ausblick bereits berücksichtigt.

Gedämpfte Profitabilität im ersten Halbjahr

Die Senkung der Gesamtjahresziele folgt auf ein ernüchterndes erstes Geschäftshalbjahr, das Ende August abgeschlossen wurde. Beim Periodenüberschuss stand sogar ein Rückgang um 34,1 Prozent zu Buche, während der Umsatz die Vorjahresmarke nur knapp behaupten konnte.

Medienberichten zufolge ist vor allem die Aussicht auf einen schrumpfenden operativen Jahresgewinn für den anhaltenden Abgabedruck verantwortlich. Im Zuge der heutigen Verluste notiert die Aktie nahe an ihrem 52-Wochen-Tief von 2.456,00 JPY.

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