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Wendy's Aktie: Peltz bietet 7,35 Dollar

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 19:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Verwaltungsrat prüft die unverbindliche Offerte; ob Wendy’s von der Börse genommen wird, ist weiterhin offen.
Abstrakte Darstellung der Systemgastronomie mit warmem, modernem Licht und Fokus auf Investitionsdynamik. Illustration mit AI erstellt.

Nelson Peltz will Wendy's von der Börse nehmen. Ein Investorenkonsortium um seine Beteiligungsgesellschaft Trian hat dem Verwaltungsrat der Burgerkette ein unverbindliches Angebot vorgelegt. Das Unternehmen bestätigte den Eingang des Vorschlags am Abend offiziell.

Das Angebot im Detail

Die Gruppe, zu der auch Flynn Group, BlueFive Capital und Sixth Street Partners gehören, bietet 7,35 Dollar je Aktie in bar. Das entspricht einer Prämie von rund 20 Prozent auf den Schlusskurs vom Dienstag. Wendy's wäre damit mit etwa 1,4 Milliarden Dollar bewertet.

Trian hält selbst rund 16,3 Prozent der Anteile und will sie in die Transaktion einbringen. Die Finanzierung soll nach Angaben der Bieter allein über Eigenkapital laufen. Neue Schulden wären nicht nötig.

Die Aktie sprang im Handel zeitweise um rund 14 Prozent auf gut 7 Dollar. Sie bleibt damit unter dem Gebot, was auf Zweifel hindeutet, dass aus der Offerte tatsächlich ein Geschäft wird. Denn es handelt sich nur um eine Interessenbekundung. Bindend wäre erst ein unterzeichneter Vertrag.

Warum Trian jetzt zugreift

Trian nennt Wendy's an einem "kritischen Punkt". Belastend wirken ein schwächelnder US-Konsument, anhaltende Rohstoffinflation und härterer Wettbewerb bei Burgern. Das Geschäft brauche erhebliches Kapital, um Schulden abzubauen und die Wende zu schaffen. Private Eigentümer könnten dieses geduldige Kapital liefern. Die Nettoverschuldung lag zuletzt bei rund 2,4 Milliarden Dollar.

Die operativen Probleme sind real. Im August zog Wendy's die Jahresprognose zurück, Vorstandschef Bob Wright räumte ein, das Unternehmen schöpfe sein Potenzial nicht aus. In den USA schlossen im ersten Halbjahr 289 Filialen. Der Franchisenehmer Meritage Hospitality beantragte im September zudem Gläubigerschutz. Die Aktie hat seit Jahresbeginn gut ein Viertel verloren.

Die Verbindung zu Trian ist alt. Peltz saß lange im Verwaltungsrat, mit Peter May gehörte ein Trian-Mitgründer dem Gremium 18 Jahre an. Schon 2022 spielte Trian mit einer Privatisierung, zog sich 2023 aber zurück. Im Februar sagte Peltz, die Aktie sei unterbewertet. Flynn betreibt über 340 Wendy's-Restaurants und gehört zu den größten US-Franchisenehmern.

Analysten sehen wenig Spielraum

Das Analystenbild ist verhalten. Das mittlere Kursziel liegt laut Marktdaten bei 7,07 Dollar, die Spanne reicht von 5,50 bis 9,00 Dollar. Kaufempfehlungen gibt es keine. TD Cowen hält eine Privatisierung für sinnvoll, da die Sanierung angesichts des schwachen Konsums im unteren Einkommenssegment langwierig werden dürfte.

Was als Nächstes ansteht

Ein Ausschuss unabhängiger Verwaltungsratsmitglieder prüft das Angebot, beraten von Morgan Stanley und der Kanzlei Simpson Thacher & Bartlett. Das Unternehmen betont, es sei offen, ob eine Transaktion zustande kommt. Weitere Details will es nur bei Bedarf nennen. Am 5. November legt Wendy's Zahlen zum dritten Quartal vor und will dabei seinen Strategieplan näher erläutern.

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