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West Pharmaceutical Aktie: Rückkäufe treiben EPS

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 12:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Starkes Wachstum bei Injektionskomponenten und Aktienrückkäufe begleiten höhere Jahresziele für Umsatz und bereinigten Gewinn je Aktie.
Moderne Laborumgebung mit sterilen Glasfläschchen und Präzisionsinstrumenten in einer professionellen, klinischen Ästhetik. Illustration mit AI erstellt.

West Pharmaceutical hebt die Jahresprognose an, und das gleich in beiden Kernzahlen. Getragen wird der Sprung vom Geschäft mit hochwertigen Komponenten für Injektionsmittel, flankiert von einem Aktienrückkauf in Rekordtempo. Vorbörslich legte die Aktie am Donnerstag knapp zwei Prozent zu, nach einem Schlusskurs von 403,64 Dollar am Vortag.

Komponenten als Wachstumsmotor

Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 8,7 Prozent auf 874,5 Millionen Dollar, organisch waren es 11,9 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 2,66 Dollar nach 1,96 Dollar im Vorjahr. Konzernchef Michel Lagarde sprach von Zahlen über den eigenen Erwartungen.

Den Ton gibt das Segment High-Value Product Components an. Es wuchs um 19,7 Prozent auf 466,7 Millionen Dollar und stellt gut die Hälfte des Konzernumsatzes. Im Biologika-Geschäft lag das organische Plus bei 23,2 Prozent, bei Pharma bei 21,4 Prozent. Schwächer lief es bei Generika und im Segment West Vantage, dessen Umsatz um 7,3 Prozent sank.

Die operative Marge zog kräftig an. Bereinigt liegt sie bei 25,3 Prozent, vor einem Jahr waren es 21,1 Prozent.

Gewinn mit Sondereffekt

Der ausgewiesene Nettogewinn sprang auf 214,0 Millionen Dollar, nach 140,0 Millionen im Vorjahresquartal. Ein Teil davon stammt aus dem Verkauf des SmartDose-3,5-Milliliter-Systems an AbbVie, der einen Buchgewinn von 55,7 Millionen Dollar brachte. Die bereinigte Zahl zeigt das operative Bild sauberer.

Auch die Kapitalrückgabe zieht an. Im Quartal flossen 231 Millionen Dollar in Aktienrückkäufe, seit Jahresbeginn sind es 685 Millionen. Die Zahl der Aktien schrumpft dadurch spürbar und stützt den Gewinn je Aktie. Der Vorstand hat zudem für das vierte Quartal eine Dividende von 0,26 Dollar je Aktie beschlossen, 18 Prozent mehr als zuletzt.

Neue Ziele für 2026

Für das Gesamtjahr erwartet West nun einen Umsatz von 3,41 bis 3,42 Milliarden Dollar, bisher waren 3,345 bis 3,380 Milliarden angepeilt. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 9,38 bis 9,48 Dollar liegen, zuvor standen 8,85 bis 9,05 Dollar im Plan.

Das organische Umsatzwachstum soll 11,3 bis 11,6 Prozent erreichen. Die Investitionen senkt das Management auf 215 bis 220 Millionen Dollar, vorher waren 250 bis 275 Millionen vorgesehen.

Die Barmittel sanken durch die Rückkäufe auf 464 Millionen Dollar, die Verschuldung bleibt mit rund 203 Millionen Dollar niedrig. Damit hat der Konzern Spielraum, die Rückkäufe fortzusetzen.

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