Wheaton Precious Metals Aktie: Antamina-Start mit BHP
Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 19:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wheaton Precious Metals steht vor einer richtungsweisenden Woche. Pünktlich vor dem anstehenden Quartalsbericht rückt das spezielle Geschäftsmodell der Kanadier wieder in das Sichtfeld der Märkte. Die Aktie kletterte am Dienstag um 3,29 Prozent auf 100,40 Euro.
Schutz gegen steigende Förderkosten
Das Unternehmen betreibt keine eigenen Minen. Stattdessen finanziert Wheaton Projekte vorab und erhält dafür das Recht, Edelmetalle zu festen Preisen zu kaufen. Diese liegen oft bei nur 15 bis 20 Prozent des aktuellen Marktpreises. In Zeiten steigender Kosten für Treibstoff und Arbeit schützt dieser Pakt die Margen.
Zuletzt lagen diese bei 84 Prozent für Silber und 86 Prozent für Gold. Marktbeobachter sehen in diesem Modell einen klaren Vorteil gegenüber klassischen Minenbetreibern. Investoren erhalten so direkten Zugang zu Edelmetallpreisen, ohne die vollen Inflationsrisiken der physischen Förderung zu tragen.
Produktion rückt in den Fokus
Anleger setzen nun auf eine stärkere zweite Jahreshälfte. Ein wichtiger Treiber ist der Start des Antamina-Silberstroms in Kooperation mit BHP. Dieser Meilenstein soll das Produktionsprofil nachhaltig stärken. Für das Gesamtjahr 2046 visiert der Vorstand bis zu 940.000 Goldäquivalent-Unzen an.
Bis 2030 will Wheaton die Marke von 1,2 Millionen Unzen erreichen. Das Portfolio stützt sich dabei auf über 20 aktive Minen. Hinzu kommen zahlreiche Entwicklungsprojekte wie Salobo III und Blackwater, die das langfristige Wachstum absichern sollen.
Erwartungen zum Quartalsbericht
Im Laufe dieser Woche stehen die Zahlen für das zweite Quartal an. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinn von etwa 1,11 US-Dollar je Aktie. Der erwartete Umsatz liegt bei fast 880 Millionen US-Dollar. Mit dem jüngsten Anstieg erreichte das Papier wieder seinen 50-Tage-Durchschnitt von 100,36 Euro.
Neben dem operativen Geschäft bleibt die Ausschüttungspolitik ein Kernpunkt für Investoren. Anfang des Jahres erhöhte das Board die Dividende bereits um 18 Prozent. Die Veröffentlichung der detaillierten Quartalsbilanz in den kommenden Tagen wird zeigen, ob Wheaton den hohen Erwartungen beim Cashflow gerecht wird.
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