Workday, Aktie

Workday Aktie: 2,5 Milliarden Dollar Anleihe

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 07:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwarekonzern will mit dem Emissionserlös eine Milliarde Dollar Schulden ablösen; der Abschluss ist für den 23. Oktober vorgesehen.
Abstrakte Darstellung von Unternehmensfinanzierung und großflächigen Kapitalinvestitionen in einem modernen Bürokontext. Illustration mit AI erstellt.

Workday holt sich frisches Geld am Anleihemarkt und nutzt es zunächst für eine Umschuldung. Der Softwarekonzern hat eine Senior-Notes-Emission über 2,5 Milliarden Dollar platziert, aufgeteilt in vier Tranchen. Die Kupons zeigen, was Unternehmensfinanzierung im Oktober 2026 kostet.

Vier Laufzeiten, Kupons von 5,7 bis 6,5 Prozent

Die kürzeste Tranche über 750 Millionen Dollar läuft bis 2029 und trägt einen Kupon von 5,700 Prozent. Es folgen 500 Millionen Dollar mit 6,000 Prozent bis 2031 sowie weitere 750 Millionen Dollar mit 6,300 Prozent bis 2033. Die längste Tranche über 500 Millionen Dollar endet 2036 und verzinst sich mit 6,500 Prozent.

Je länger die Laufzeit, desto höher der Zins. Das Muster ist typisch, die absolute Höhe der Kupons fällt allerdings deutlich über jenem Niveau aus, das Workday für ältere Anleihen zahlt.

Die Emission läuft als öffentliches, registriertes Angebot über ein bereits hinterlegtes Shelf-Registration-Statement bei der US-Börsenaufsicht. Morgan Stanley, BofA Securities, Barclays und Wells Fargo Securities führen das Konsortium. Der Abschluss ist für den 23. Oktober vorgesehen, vorbehaltlich üblicher Bedingungen.

Refinanzierung statt Expansion

Der Verwendungszweck ist klar umrissen. Mit dem Erlös will Workday Anleihen über eine Milliarde Dollar mit einem Kupon von 3,500 Prozent und Fälligkeit am 1. April 2027 ablösen, spätestens zur Fälligkeit. Ein verbleibender Betrag soll in die allgemeine Unternehmensfinanzierung fließen.

Rechnerisch bleibt damit ein Spielraum von rund 1,5 Milliarden Dollar über die Ablösung hinaus. Konkrete Pläne dafür nennt das Unternehmen nicht. Klar ist dagegen der Preis des Tauschs: Die Milliarde, die bislang mit 3,5 Prozent verzinst wird, kostet künftig je nach Tranche deutlich mehr Zinsen. Der Konzern nimmt das offenbar in Kauf, um frühzeitig Planungssicherheit für die Fälligkeit im Frühjahr 2027 zu schaffen.

Das Unternehmen positioniert sich selbst als Plattform für Personal-, Finanz- und IT-Prozesse mit KI-Agenten. Nach eigenen Angaben nutzen mehr als 11.500 Organisationen die Software, darunter über 65 Prozent der Fortune 500. Dieses breite Kundengeschäft bildet die Basis, auf der die Anleihegläubiger ihre Entscheidung treffen.

Mit dem Settlement am 23. Oktober wird die Emission wirksam. Die 3,5-Prozent-Anleihe bleibt bis spätestens zum 1. April 2027 ausstehend, dann soll sie vollständig getilgt sein.

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