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Xiaomi Aktie: 26-Prozent-Absturz bei Smartphones

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 12:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Xiaomi verzeichnet im Q2 2026 den stärksten Absatzrückgang unter den Top-Herstellern, während Autoverkauf und KI-Investitionen die Bilanz stützen.

Xiaomi Aktie: Smartphone-Absatz bricht ein, Auto- und KI-Geschäft wachsen
Abstrakte Darstellung eines Smartphones in einer düsteren, minimalistischen Studioumgebung mit dramatischem Licht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der weltweite Smartphone-Markt ist im zweiten Quartal 2026 kräftig eingebrochen – und Xiaomi trifft es besonders hart. Laut dem Marktforschungsunternehmen Omdia sank der globale Absatz um 6 Prozent auf 272 Millionen Geräte. Xiaomi verkaufte in diesem Zeitraum 31,2 Millionen Smartphones, ein Rückgang von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Als Ursache nennt Omdia die hohen Preise für Speicherchips, die die gesamte Branche belasten.

Im Wettbewerbsvergleich fällt der Rückschlag umso deutlicher aus. Samsung kam auf 60,5 Millionen ausgelieferte Geräte und ein Plus von 5 Prozent, was einem Marktanteil von 22 Prozent entspricht. Apple steigerte den Absatz sogar um 23 Prozent auf 55,1 Millionen Einheiten und kommt auf 20 Prozent Marktanteil. Auch die chinesischen Rivalen OPPO und vivo mussten Rückgänge von 17 beziehungsweise 18 Prozent hinnehmen – Xiaomi verzeichnet damit den stärksten Einbruch unter den fünf größten Herstellern.

Autosparte und KI-Geschäft stützen die Bilanz

Während das Smartphone-Geschäft schwächelt, liefert das Autogeschäft weiterhin Wachstum. Bereits Ende Mai hatte Xiaomi seine Zahlen zum ersten Quartal 2026 vorgelegt: Der Konzernumsatz erreichte 99,1 Milliarden Yuan, das operative Ergebnis im Kerngeschäft verdoppelte sich nahezu gegenüber dem Vorquartal. Der Umsatz mit Elektroautos stieg um 6,9 Prozent auf 19,9 Milliarden Yuan, mehr als 80.000 Fahrzeuge wurden ausgeliefert. Die durchschnittliche Handy-Marge bewegte sich bei einem Verkaufspreis von 1.310 Yuan pro Gerät, während die Margen im IoT-Geschäft bei 25,2 Prozent und im Internetgeschäft bei 76,1 Prozent lagen.

Xiaomi investierte im ersten Quartal 8,95 Milliarden Yuan in Forschung und Entwicklung, ein Plus von 33,4 Prozent. Der Konzern kündigte an, allein 2026 mindestens 16 Milliarden Yuan in künstliche Intelligenz zu stecken, über drei Jahre gerechnet sollen es mehr als 60 Milliarden Yuan werden. Das eigens entwickelte Sprachmodell MiMo-V2.5-Pro belegt nach Unternehmensangaben weltweit Platz eins unter den Open-Source-Modellen. Mit Barreserven von über 220 Milliarden Yuan verfügt Xiaomi über einen finanziellen Puffer, um die Doppelstrategie aus Elektroauto und KI-Infrastruktur weiter auszubauen. Sportlich untermauerte der Konzern seine Ambitionen mit einer Rundenzeit des YU7 GT auf der Nürburgring-Nordschleife von 7:22,755 Minuten.

Neue Modelle: YU7-Einstiegsversion und Xiaomi 17 Max

Auch im Produktportfolio bewegt sich etwas. Eine Anmeldung bei den chinesischen Behörden zeigt eine neue Einstiegsversion des Elektro-SUV YU7 mit einer 73-kWh-Batterie und einer Reichweite von bis zu 643 Kilometern nach dem chinesischen CLTC-Zyklus – bei einem gegenüber der Standardversion um 115 Kilogramm reduzierten Gewicht. Parallel dazu ist mit dem Xiaomi 17 Max ein neues Smartphone-Flaggschiff aufgetaucht: Es bringt erstmals seit acht Jahren wieder ein 6,9-Zoll-Display in die Xiaomi-Reihe, kombiniert mit einem großen Akku, Dual-Schnellladung und einer Kamera auf Top-Niveau. Das Design gilt als vergleichsweise konservativ.

Kursbild bleibt angespannt

An der Börse hat sich der Kursdruck der vergangenen Monate noch nicht gelöst. Die Aktie schloss am Freitag bei 3,04 Euro, ein Tagesgewinn von 2,13 Prozent. Auf Jahressicht steht dennoch ein Minus von 29,83 Prozent zu Buche, und vom 52-Wochen-Hoch aus dem September bei 6,54 Euro trennen das Papier weiterhin mehr als die Hälfte. Der starke Rückgang der Handy-Auslieferungen dürfte die Diskussion darüber befeuern, wie schnell das Autogeschäft die schwächelnde Kernsparte kompensieren kann. Anleger richten den Blick nun auf die kommenden Quartalszahlen, um zu sehen, ob sich der Absatzeinbruch im dritten Quartal fortsetzt oder ob neue Modelle wie das Xiaomi 17 Max gegensteuern können.

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