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Xiaomi Aktie: SU7 knackt 500.000 Auslieferungen

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 07:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Xiaomis E-Auto-Sparte erreicht 500.000 Auslieferungen, während HyperOS 4 in die Beta-Phase geht. Die Aktie erholt sich trotz Margendrucks.

Xiaomi: 500.000 SU7 ausgeliefert, HyperOS 4 Beta gestartet
Silhouette eines modernen Elektrofahrzeugs in einer minimalistischen Ladestation bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während die Quartalszahlen vom Dienstag bei Xiaomi längst verarbeitet sind, meldet der Konzern operative Fortschritte auf zwei anderen Feldern: Die Elektroauto-Sparte hat eine wichtige Stückzahl-Schwelle überschritten, und mit HyperOS 4 startet zugleich die nächste Software-Generation in die Testphase.

SU7 überschreitet halbe Million Auslieferungen

Die kumulierten Auslieferungen des Elektroautos SU7 überstiegen am Montag die Marke von 500.000 Einheiten, wie Medienberichten zufolge bestätigt wurde. Im zweiten Quartal allein lieferte Xiaomi 104.199 Fahrzeuge aus – eine Zahl aus der jüngsten Ergebnispräsentation, die das Tempo unterstreicht, mit dem sich das Auto-Geschäft zu einem zweiten Standbein neben dem Smartphone-Geschäft entwickelt.

Im Segment „EV, AI und andere neue Initiativen“ setzte Xiaomi im Juni-Quartal 24,9 Mrd. Yuan um, ein wachsender Anteil am Gesamtumsatz von 108,92 Mrd. Yuan.

Für Anleger ist das mehr als eine Randnotiz: Das EV-Geschäft soll nach Einschätzung von Reuters künftig eine tragende Rolle spielen, während der Druck durch die historisch hohen Speicher- und Komponentenkosten im zweiten Halbjahr nachlassen könnte.

Genau dieser Kostendruck hatte im vergangenen Quartal auf die Marge gedrückt – der bereinigte Nettogewinn war um 42,6 Prozent gefallen, der Umsatz um 6,1 Prozent gesunken. Die Aktie reagierte darauf am Dienstag dennoch mit einem Kurssprung von 8,1 Prozent, seither hat sie sich weiter gefestigt.

HyperOS 4 startet in die Beta-Phase

Parallel zum Auto-Geschäft treibt Xiaomi die Software-Entwicklung voran. Am vergangenen Freitag kündigte der Konzern HyperOS 4 an, die Beta-Version läuft seither für ausgewählte Geräte. Einen Termin für den globalen Rollout nannte Xiaomi bislang nicht.

Ergänzend dazu hatte Xiaomi bereits Anfang August die Preise mehrerer Flaggschiff-Modelle der 17er-Serie sowie des Redmi-K90-Portfolios um 300 bis 500 Yuan angehoben, was Medienberichten zufolge auf die gestiegenen Komponentenkosten zurückgeht.

Kurs bleibt volatil, Erholung noch nicht abgeschlossen

Der Aktienkurs notiert nach der jüngsten Erholungsbewegung bei 3,01 Euro und liegt damit über dem 50-Tage-Durchschnitt von 2,89 Euro, allerdings weiterhin deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 3,61 Euro.

Zum 52-Wochen-Hoch von 6,54 Euro, erreicht im September vergangenen Jahres, klafft weiterhin eine erhebliche Lücke von 54 Prozent. Die annualisierte Volatilität von 61 Prozent auf Sicht von 30 Tagen zeigt, wie nervös der Markt die Aktie weiterhin handelt.

Die Kombination aus operativen Fortschritten im Auto-Geschäft und der Software-Erneuerung mit HyperOS 4 liefert Argumente für die Bullen, die auf eine strukturelle Diversifizierung jenseits des margenschwachen Smartphone-Geschäfts setzen.

Ob sich daraus eine nachhaltige Trendwende ableiten lässt, hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie schnell sich die Speicherpreise tatsächlich entspannen – ein Faktor, den weder Xiaomi noch die Analysten derzeit mit Sicherheit vorhersagen können.

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