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XRP: Standard Chartered startet RLUSD-Verwahrung

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 11:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de

US-XRP-ETFs meldeten Nettozuflüsse, während die Ripple-Partnerschaft für Südkorea noch keine Nutzung des Tokens vorsieht.

XRP: Kooperation prüft Verwahrung, ETF-Zuflüsse erreichen 11,31 Millionen Dollar
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Für XRP ist die Abgrenzung entscheidend: Die Partner wollen Verwahrung und Tokenisierung digitaler Vermögenswerte prüfen.

Eine Zusage zum Einsatz von XRP oder des XRP Ledger enthält die Ankündigung nicht. Damit ist die Kooperation eine Nachricht über mögliche Infrastrukturangebote, aber noch kein Beleg für zusätzliche Nachfrage nach dem Token.

Kooperation bleibt im Erkundungsstadium

Im Mittelpunkt stehen die Erkundung von Verwahrungsangeboten und einer Infrastruktur für die Tokenisierung. Eine Verpflichtung zum Kauf von XRP wurde nicht angekündigt.

Für Anleger liegt darin eine wichtige Unterscheidung: Eine Zusammenarbeit mit Ripple ist nicht automatisch eine Entscheidung für XRP. Die Kooperation lässt offen, welche technische Infrastruktur die Partner letztlich nutzen und ob daraus überhaupt ein Einsatz des Tokens entsteht.

Der belastbare Kern der Nachricht ist deshalb enger als eine unmittelbare Ausweitung der XRP-Nutzung. Bestätigt ist die gemeinsame Prüfung von Angeboten für den südkoreanischen Kapitalmarkt. Einen darüber hinausgehenden Umsetzungsschritt haben die Partner nicht zugesagt.

Verwahrung ist nicht gleich Token-Nachfrage

Konkreter fällt eine andere Entwicklung aus: Standard Chartered startete am Montag über seine DIFC-Niederlassung in Dubai die institutionelle Verwahrung von Ripples RLUSD auf dem XRP Ledger. Das Angebot betrifft den Stablecoin RLUSD und darf nicht mit einer Kaufzusage für XRP gleichgesetzt werden.

Auch hier unterscheiden sich bereits gestartete Dienstleistungen von geplanten Erweiterungen. Eine separate Integration mit Ripple und LMAX Group soll RLUSD als Sicherheit nutzbar machen. Sie ist noch nicht in Betrieb und steht unter dem Vorbehalt von Dokumentation, Tests und regulatorischen Genehmigungen.

Direkter auf XRP bezogen sind dagegen die gemeldeten Fondsbewegungen. Medienberichten zufolge verzeichneten US-Spot-ETFs auf XRP vom 5. bis 9. Oktober Nettozuflüsse von 11,31 Millionen US-Dollar.

Sicherheitsmeldung verlangt genaue Einordnung

Neben den institutionellen Entwicklungen gehört die technische Sicherheit zum Anlegerbild. Die XRP Ledger Foundation und RippleX machten am 9. Oktober eine Schwachstelle in der Zahlungsabwicklung bekannt. Sie hätte die Erzeugung von XRP über die vorgesehene Netzwerkmenge hinaus ermöglichen können.

RippleX erklärte, die Korrektur mit xrpld 3.4.1 bereits am 25. September veröffentlicht zu haben. Hinweise auf eine Ausnutzung in einem öffentlichen Netzwerk habe man nicht gefunden.

Für XRP ergibt sich damit kein einheitlicher neuer Nachfragetreiber. Die ETF-Zuflüsse betreffen unmittelbar XRP-Anlageprodukte. Die jüngste Ripple-Kooperation bleibt dagegen ein Erkundungsprojekt ohne bestätigte Token-Nutzung. Genau diese Trennung ist für die Bewertung der institutionellen Fortschritte entscheidend.

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