Zebra, Aktie

Zebra Aktie: Rekordquartal, Kursrutsch

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 16:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Zebra steigert Umsatz und Gewinn im dritten Quartal; höhere Speicherkosten belasten die Bruttomarge, während die EBITDA-Marge stabil bleibt.
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Starke Zahlen, höhere Prognose, trotzdem Minus vorbörslich: Zebra Technologies liefert im dritten Quartal ein Rekordergebnis, doch die Margen zeigen Bremsspuren. Im vorbörslichen Handel an der Nasdaq lag die Aktie zeitweise knapp 12 Prozent im Minus bei 318 Dollar. Diese Kursbewegung stammt aus der Zeit vor der Veröffentlichung der Zahlen und der Telefonkonferenz.

Wachstum aus allen Richtungen

Der Umsatz stieg um 22,3 Prozent auf 1,614 Milliarden Dollar. Organisch wuchs Zebra um 11,3 Prozent. Dazu trägt die übernommene Elo Touch bei, die Konzernchef Bill Burns als Treiber des zweistelligen Wachstums nennt.

Das Segment Connected Frontline legte organisch um 15 Prozent zu, der Bereich Asset Visibility & Automation um 7 Prozent. Der Nettogewinn kletterte auf 164 Millionen Dollar oder 3,43 Dollar je Aktie, nach 1,97 Dollar im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 4,95 Dollar, nach 3,88 Dollar.

Speicherkosten drücken die Marge

Die Bruttomarge sank auf 45,7 Prozent, nach 48,0 Prozent im Vorjahresquartal. Als Gründe nennt das Unternehmen gestiegene Kosten für Speicherbausteine und den Produktmix. Die bereinigte EBITDA-Marge blieb dank Preiserhöhungen und Skaleneffekten mit 21,6 Prozent stabil.

Hinzu kommen höhere Betriebskosten. Sie stiegen auf 501 Millionen Dollar, vor allem wegen übernommener Geschäfte und der Abschreibung auf immaterielle Werte. Marktbeobachter könnten genau hier den Grund für die vorbörsliche Skepsis sehen: Das Wachstum ist teurer geworden.

Prognose und Kapitalrückgabe

Für das vierte Quartal peilt Zebra ein Umsatzplus von 10 bis 14 Prozent an. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei etwa 22 Prozent liegen, der bereinigte Gewinn je Aktie zwischen 5,00 und 5,40 Dollar. Den freien Cashflow für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen bei mindestens einer Milliarde Dollar.

In den ersten neun Monaten kaufte Zebra eigene Aktien für 643 Millionen Dollar zurück, im dritten Quartal allein für 75 Millionen Dollar. Die Nettoverschuldung bleibt mit 2,578 Milliarden Dollar Gesamtschulden bei nur 182 Millionen Dollar Barmitteln ein Thema.

Den Ton für den weiteren Handel dürfte die Reaktion auf die Telefonkonferenz setzen, die um 14:30 Uhr deutscher Zeit begann. Dort muss das Management erklären, wie lange die Speicherkosten die Bruttomarge belasten.

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