Zoetis, Aufsichtsrat

Zoetis: Aufsichtsrat kauft 6.650 Aktien

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 10:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zoetis kämpft mit schwachem US-Haustiergeschäft und gesenkten Analystenzielen. Ein Führungswechsel und Aktienkäufe aus dem Aufsichtsrat sollen Vertrauen schaffen.

Zoetis Aktie: Neuer Finanzchef und Insiderkäufe trotz 41% Kursverlust
Moderne, lichtdurchflutete Praxisräume im Bereich der Veterinärmedizin mit hochwertiger medizinischer Ausstattung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Nach einem massiven Kursrückgang seit Jahresbeginn von 41 % sucht der Tiergesundheitsspezialist Zoetis den Weg aus der Krise. Während der Marktwert des Unternehmens erheblich schrumpfte, setzen interne Akteure nun deutliche Signale der Zuversicht. Neben einem millionenschweren Aktienkauf durch ein Aufsichtsratsmitglied steht am kommenden Montag ein wichtiger Wechsel in der Führungsebene an, der die operative Stabilität sichern soll.

Neuer Finanzchef übernimmt die operative Leitung

Am kommenden Montag wird James Saccaro seine Arbeit als neuer Executive Vice President, Finanzvorstand (CFO) und Chief Operating Officer (COO) aufnehmen.

Der 53-Jährige wechselt von GE HealthCare zu Zoetis und bringt langjährige Erfahrung aus seiner Zeit bei Baxter International mit. Er übernimmt die Aufgaben von Wetteny Joseph, der zunächst in eine beratende Funktion wechselt. Saccaro wird nicht nur die globalen Finanzen verantworten, sondern auch die Bereiche Fertigung und Lieferketten leiten.

Parallel zu diesem Stabwechsel gab es am Donnerstag vergangener Woche einen bemerkenswerten Vertrauensbeweis aus dem Board of Directors. Wie aus Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, erwarb Frank A. D'Amelio im offenen Markthandel 6.650 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 75,39 US-Dollar.

Dieser Zukauf erfolgte in einer Phase, in der die Notierung am gestrigen Freitag bei 63,54 € schloss und damit nur noch einen knappen Abstand zum 52-Wochen-Tief von 2,5 % aufweist.

Schwäche im US-Haustiergeschäft belastet den Ausblick

Die angespannte Lage resultiert maßgeblich aus der operativen Entwicklung, die zuletzt für Enttäuschung sorgte. Die bereits vor über einem Monat gemeldeten Quartalszahlen von Zoetis (seither -14,6 %) zeigten einen stagnierenden Umsatz von 2,5 Milliarden US-Dollar.

Besonders das Geschäft mit Haustieren in den USA erwies sich als Belastungsfaktor und verzeichnete einen Rückgang von 11 %. Innerhalb dieses Segments brachen die Erlöse für dermatologische Produkte um 16 % ein, was Medienberichten zufolge auch auf Marktanteilsverluste beim Medikament Simparica Trio zurückzuführen ist.

Auch die Markteinführung von Portela (vor rund zwei Wochen, seither -3,8 %), einem langwirksamen Antikörper gegen Arthroseschmerzen bei Katzen, konnte die Stimmung bisher nicht nachhaltig drehen.

Zwar wuchs das Geschäft mit Nutztieren organisch um 6 %, doch die gleichzeitig erfolgte Prognosekürzung von Zoetis (vor über einem Monat) drückt weiterhin auf das Sentiment. Das Management erwartet für das Gesamtjahr nur noch einen bereinigten Gewinn pro Aktie zwischen 6,15 und 6,25 US-Dollar.

Analysten senken ihre Kursziele deutlich

Die Reaktion der Analysehäuser auf die revidierten Ziele fiel am Montag deutlich aus. Die Analysten der Citigroup reduzierten ihr Kursziel für die Aktie von 112 auf 96 US-Dollar. Ähnlich vorsichtig äußerte sich Piper Sandler: Das Haus senkte den Zielwert von 90 auf 80 US-Dollar. Beide Institutionen reagierten damit auf die anhaltende Schwäche im Dermatologie-Bereich und den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch günstigere Konkurrenzprodukte.

Zusätzlich lastet die juristische Aufarbeitung klinischer Sicherheitswarnungen auf dem Konzern. Eine Frist für Hauptkläger in einer Sammelklage (vor gut drei Wochen, seither -6,2 %) markierte hier einen weiteren Meilenstein.

In dem Verfahren geht es um Vorwürfe bezüglich Sicherheitswarnungen der US-Gesundheitsbehörde FDA für bestimmte Schmerztherapien bei Hunden, die das Verschreibungsverhalten von Tierärzten negativ beeinflusst haben sollen.

Trotz dieser Hürden verfügt Zoetis weiterhin über finanzielle Spielräume; zum Ende des zweiten Quartals waren noch 1,3 Milliarden US-Dollar aus dem bestehenden Aktienrückkaufprogramm verfügbar.

Anzeige

Zoetis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Zoetis-Analyse vom 15. August liefert die Antwort:

Die neusten Zoetis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Zoetis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Zoetis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | US98978V1035 | ZOETIS | boerse | 69951986 |