Zscaler, Aktie

Zscaler Aktie: Bilanz am 03. September

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 06:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zscaler präsentiert am 03. September Q4-Zahlen. Analysten streiten über ARR-Prognosen, während JPMorgan das Kursziel anhebt und Evercore warnt.

Zscaler vor Quartalszahlen: Analysten uneins über Wachstumsaussichten
Abstrakte Darstellung einer modernen digitalen Sicherheitsinfrastruktur mit leuchtenden Glasfaserkabeln. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Cybersicherheitsspezialist Zscaler rückt unmittelbar vor der Bekanntgabe seiner nächsten Finanzergebnisse ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Während das Unternehmen am 03. September seine Bilanz für das vierte Quartal des Fiskaljahres 2026 vorlegen wird, zeichnet sich in der Analystengemeinde ein gespaltenes Bild ab. Die Erwartungen an das kommende Zahlenwerk und vor allem an den Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr sorgen für Bewegung bei den Einschätzungen.

Evercore warnt vor Wachstumsrisiken

Am gestrigen Mittwoch sorgte die Analyse von Evercore für Aufsehen. Das Haus nahm Zscaler in seine Liste der taktischen Unterperformer auf. Als Gründe für diese vorsichtige Haltung werden ein intensivierter Wettbewerb im Sektor sowie personelle Wechsel in der Vertriebsleitung angeführt.

Diese Faktoren könnten laut Evercore dazu führen, dass die Prognosen für die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) im Geschäftsjahr 2027 hinter den Markterwartungen zurückbleiben.

Im deutlichen Gegensatz dazu steht die Einschätzung von JPMorgan. Die Experten hoben am Mittwoch ihr Kursziel für das Papier von 205 auf 215 US-Dollar an und bestätigten die Einstufung "Overweight".

Auch andere Analysehäuser zeigten sich zuletzt zuversichtlich: Barclays passte am Dienstag das Kursziel auf 192 US-Dollar nach oben an, während KeyBanc bereits am Montag ein Ziel von 210 US-Dollar ausgab und dabei auf einen Bewertungsabschlag gegenüber anderen Cybersecurity-Werten verwies.

Erwartungen an das vierte Quartal

Wenn Zscaler am kommenden Donnerstag nach US-Börsenschluss die Bücher öffnet, blicken Anleger auf konkrete Kennzahlen. Der Konsens der Analysten rechnet mit einem bereinigten Gewinn von 1,09 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz wird für den Berichtszeitraum auf 877,59 Millionen US-Dollar geschätzt. Stifel Nicolaus hatte bereits am 19. August signalisiert, dass das Unternehmen beim Umsatz die Erwartungen übertreffen könnte.

Zscaler setzt für sein künftiges Wachstum verstärkt auf Innovationen im Bereich der künstlichen Intelligenz sowie auf die Erschließung neuer Marktsegmente. Erst Mitte August gab das Unternehmen eine erweiterte Partnerschaft mit der Carahsoft Technology Corp. bekannt.

Ziel dieser Allianz ist es, die Zero Trust Exchange-Plattform durch vereinfachte Preismodelle und standardisierte Pakete verstärkt kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie dem Mittelstandsmarkt in den USA zugänglich zu machen.

Transaktionen von Insidern und Institutionen

Medienberichten zufolge gab es in der jüngeren Vergangenheit auffällige Bewegungen im Aktionärskreis. Die Korea Investment Corp gab am Dienstag bekannt, im zweiten Quartal eine neue Position von 40.574 Zscaler-Aktien aufgebaut zu haben, was einem damaligen Wert von rund 5,73 Millionen US-Dollar entsprach. Auch GSA Capital Partners LLP meldete den Erwerb einer neuen Beteiligung in diesem Zeitraum.

Dem stehen Verkäufe aus dem Management gegenüber. Finanzvorstand Kevin Rubin veräußerte am Dienstag 503 Stammaktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 173,38 US-Dollar. Dieser Verkauf basierte auf einem bereits im März 2026 festgelegten Handelsplan gemäß der Regel 10b5-1, die Insidergeschäfte unter festgelegten Bedingungen automatisiert.

An der Börse hat Zscaler derzeit mit einem schwierigen Umfeld zu kämpfen. Seit Jahresbeginn verzeichnete der Wert ein Minus von 25 %. Der gestrige Schlusskurs von 144,92 Euro markiert einen deutlichen Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 292,30 Euro, das im November des Vorjahres erreicht wurde.

Mit einem aktuellen Minus von 50 % gegenüber diesem Höchststand wird deutlich, wie sehr die Aktie unter dem Druck der vergangenen Monate stand. Anleger werden den 03. September daher genau beobachten, um Hinweise auf eine mögliche Trendwende im neuen Geschäftsjahr zu erhalten.

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