Zscaler, Aktie

Zscaler Aktie: KeyBanc und Mizuho heben auf 210 Dollar

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 21:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Analysten erhöhen Kursziele für Zscaler, während die Aktie sich erholt. Neue KI-Sicherheitslösungen und ein Großkauf der Deutschen Bank stützen die Zuversicht.

Zscaler Aktie: Kurszielerhöhungen und KI-Fokus beflügeln Erholung
Abstrakte Darstellung eines modernen Cybersicherheits-Kontrollzentrums mit digitalen Datenströmen und Netzwerkknoten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Aktie von Zscaler verzeichnet am heutigen Freitag einen deutlichen Aufwärtstrend und legt um 2,7 % zu. Damit setzt das Wertpapier seine Erholungsbewegung der vergangenen Wochen fort.

Hauptverantwortlich für die positive Stimmung sind mehrere Analystenhäuser, die ihre Kursziele für den Spezialisten für Cloud-Sicherheit unmittelbar vor der Veröffentlichung der nächsten Geschäftszahlen angehoben haben. Anleger setzen darauf, dass das Unternehmen die Erwartungen bei der Bilanzpräsentation im September übertreffen kann.

Experten heben Kursziele an

Das Analystenhaus KeyBanc hat heute das Kursziel für Zscaler von 185 auf 210 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf „Overweight“ belassen. Die Experten signalisieren damit deutliches Vertrauen in die Wachstumsdynamik des Unternehmens. Bereits am Mittwoch hatte Mizuho ein identisches Ziel von 210 US-Dollar ausgegeben und die Aktie mit „Outperform“ bewertet.

Dieser Optimismus wird von weiteren Marktbeobachtern geteilt. Medienberichten zufolge hoben gestern auch Stifel und TD Cowen ihre Prognosen auf jeweils 200 US-Dollar an.

Zwar wies Cantor Fitzgerald am gestrigen Donnerstag auf leicht schwächere Überprüfungen der Vertriebskanäle für das vierte Quartal hin, hielt jedoch an einer Übergewichtung der Aktie mit einem Kursziel von 225 US-Dollar fest.

Die Mehrheit der Analysten scheint somit die langfristigen Chancen im Bereich der Zero-Trust-Architekturen höher zu gewichten als kurzfristige Schwankungen im operativen Geschäft.

Kurserholung im langfristigen Abwärtstrend

Trotz der aktuellen Kurssteigerung auf 153,90 € bleibt die Bilanz für das laufende Jahr herausfordernd. Seit Jahresbeginn hat die Aktie noch immer 21 % an Wert verloren. Der jüngste Aufschwung ist jedoch beachtlich: In den vergangenen 30 Tagen konnte der Titel um 24 % zulegen. Die Investoren nutzen offenbar das deutlich niedrigere Bewertungsniveau für einen Wiedereinstieg, nachdem das Papier im bisherigen Jahresverlauf unter Druck geraten war.

Die fundamentale Unterstützung für diese Bewegung kommt auch von institutioneller Seite. Im zweiten Quartal 2026 erwarb die Deutsche Bank AG eine neue Position an Zscaler. Mit dem Kauf von 382.183 Aktien im Wert von rund 53,95 Millionen US-Dollar sicherte sich das Institut einen Anteil von etwa 0,24 % an dem Unternehmen. Solche Käufe durch Großanleger gelten im Markt oft als Signal für eine Bodenbildung.

Fokus auf Künstliche Intelligenz und neue Bedrohungen

Zscaler treibt unterdessen die technologische Erweiterung seiner Plattform voran. Auf der Konferenz Zenith Live 2026 stellte das Unternehmen das neue ZAgent Framework vor, das speziell auf den Betrieb von KI-Agenten ausgelegt ist.

Die Plattform sichert mittlerweile täglich über 750 Milliarden Transaktionen ab. Neue Funktionen wie Zero-Trust-Browseroptionen für private Endgeräte und eine verbesserte Integration in die Google Cloud Platform sollen die Marktposition festigen.

Ein aktueller Bericht der ThreatLabz-Forschungsgruppe des Unternehmens unterstreicht die Notwendigkeit dieser Sicherheitslösungen. Zwar sank das gesamte Phishing-Volumen im Jahresvergleich um 20 %, doch die Komplexität der Angriffe nimmt zu.

Die Experten identifizierten über 413.000 Instanzen von KI-generierten Phishing-Seiten. Zudem sind mittlerweile 95,2 % des Phishing-Verkehrs in verschlüsseltem Datenverkehr verborgen, was herkömmliche Sicherheitsbarrieren vor große Probleme stellt.

Anleger richten ihren Blick nun auf den 3. September 2026. An diesem Tag wird Zscaler nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegen. Die begleitende Telefonkonferenz für Investoren wird zeigen, ob die optimistischen Einschätzungen der Analysten durch konkrete Wachstumszahlen untermauert werden können.

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