Abwasser, Krebsrisiko

Abwasser verrät Krebsrisiko – neue Wege der Vorsorge

13.04.2026 - 08:40:32 | boerse-global.de

Forschungsergebnisse zeigen, dass Abwasseranalysen Darmkrebsrisiken aufspüren können, während neue Lebensmitteltests besorgniserregende Schadstoffbelastungen offenbaren.

Abwasser verrät Krebsrisiko – neue Wege der Vorsorge - Foto: über boerse-global.de

Abwasseranalysen könnten künftig Krebsrisiken in Stadtvierteln früh erkennen. Das zeigt eine aktuelle Machbarkeitsstudie aus den USA. Gleichzeitig offenbaren neue Lebensmitteltests alarmierende Schadstofffunde. Die Forschung sucht nach Wegen, um Prävention kostengünstiger zu machen.

Abwasser als Spiegel der Volksgesundheit

In Jefferson County, Kentucky, analysierten Forscher Abwasserproben auf spezifische Biomarker. In Gebieten mit bekanntermaßen hoher Darmkrebsrate fanden sie deutlich erhöhte Werte. Das CDH1/GAPDH-Verhältnis lag dort bei bis zu 20, in unbelasteten Regionen nur bei 2,6.

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Dieser Ansatz könnte ein kostengünstiges Frühwarnsystem werden. Es würde Bevölkerungsgruppen erfassen, die klassische Vorsorge seltener nutzen. Für einen flächendeckenden Einsatz sind allerdings noch weitere Studien nötig.

Mikrobiom: Schlüssel für einen gesunden Darm

Ein internationales Expertengremium arbeitet derzeit an einer einheitlichen Definition von „Darmgesundheit“. Im Fokus steht das Mikrobiom – die Gesamtheit der Darmbakterien. Ein Ungleichgewicht, Fachleute nennen es Dysbiose, wird mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung gebracht.

Tests zeigen: Ein Mangel an Bakterien wie Faecalibacterium prausnitzii bei gleichzeitigem Anstieg von E. coli geht oft mit Entzündungen einher. Für eine stabile Darmflora ist eine ballaststoffreiche Ernährung laut Experten wichtiger als die Einnahme von Probiotika allein.

Lebensmitteltests offenbaren Pestizid-Cocktails

Neue Untersuchungsergebnisse von Öko-Test werfen heute Schatten auf Grundnahrungsmittel. Getestet wurden 50 Vollkornmehle. Während viele, auch Discounter-Eigenmarken, mit „sehr gut“ abschnitten, fielen namhafte Marken durch.

Der Grund: erhöhte Rückstände von Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) und Pestiziden. Besonders alarmierend sind Instant-Porridge-Produkte. In konventionellen Erzeugnissen fanden Tester Pestizidcocktails aus bis zu zehn Substanzen, teils sogar verbotene Wirkstoffe und hormonwirksame Chemikalien.

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Diese Befunde passen zu Studien von PAN Europe. Demnach sind europäisches Obst und Gemüse, besonders Erdbeeren, Pfirsiche und Trauben, stark mit Pestiziden belastet. Zudem stiegen PFAS-Rückstände in Gemüse in den letzten zehn Jahren massiv an.

Neue Therapien und ein milliardenschweres Problem

In der Krebsforschung gibt es Fortschritte. Bei der CAR-T-Zell-Therapie wird an einem vereinfachten Verfahren gearbeitet. Statt Zellen aufwendig außerhalb des Körpers zu modifizieren, soll ein Serum die Immunzellen direkt im Patienten umprogrammieren. In Tierversuchen schrumpften Tumore bereits.

Der Druck auf das Gesundheitssystem wächst jedoch. Gesundheitsökonom Prof. Johannes Schoder sagte gestern, das Defizit der Krankenkassen könne bis 2030 auf über 40 Milliarden Euro steigen. Deutschland liege bei operativen Eingriffen international vorn, habe aber Defizite in der Vorsorge.

EU entscheidet über Grenzwerte

Bis Ende 2026 könnte die EU verbindliche Grenzwerte für Acrylamid in Lebensmitteln festlegen. Derzeit liegen viele Produkte zwar unter Richtwerten, einzelne Marken fallen aber weiter auf.

Die Lebensmittelüberwachung bleibt eine Daueraufgabe. Allein in der ersten Aprilhälfte 2026 mussten Ziegenkäse, Salami und Nuss-Nougat-Cremes wegen Verunreinigungen mit Keimen wie Listerien zurückgerufen werden. Die Kombination aus besserer Diagnostik und strengerer Produktionskontrolle soll die Prävention voranbringen.

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