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Europa Schluss: Wenig Bewegung vor US-Zinsentscheid

17.09.2025 - 18:46:55 | dpa.de

Am Tag des Zinsentscheides der US-Notenbank Fed haben sich Europas wichtigste AktienmÀrkte kaum von der Stelle bewegt.

"Die gestrigen US-Konjunktur- und Preisdaten hatten noch einmal fĂŒr etwas Verunsicherung gesorgt, da diese eine festere US-Wirtschaft und leichten Preisdruck in den USA signalisiert hatten", betonte Marktexperte Andreas Lipkow. Nun stelle sich die Frage, wie weit die Fed die Zinsen 2025 senken werde.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss geringfĂŒgig tiefer auf 5.369,70 Punkte. Außerhalb des Euroraums ging es fĂŒr den Schweizer SMI CH0009980894 um 0,16 Prozent auf 11.998,96 ZĂ€hler nach unten. Der britische FTSE 100 GB0001383545 ("Footsie") dagegen legte um 0,14 Prozent auf 9.208,37 Punkte zu.

Gefragt waren europaweit einmal mehr die Technologiewerte EU0009658921. Hier setze das Schwergewicht SAP DE0007164600 mit plus 3,2 Prozent Akzente. Die Titel seien am Vortag im Zuge der Marktkorrektur unter Druck geraten und seien jetzt von SchnĂ€ppchenjĂ€gern eingesammelt worden, merkte Lipkow dazu an. Jefferies-Analyst Charles Brennan betonte, er rechne nach der Korrektur der vergangenen Wochen mit einer Wende der Kursentwicklung. SAP verfĂŒge ĂŒber vielfĂ€ltige Hebel, um dauerhaftes Wachstum zu erzielen.

Auch Novo Nordisk DK0062498333 gehörten zu den Gewinnern, die Papiere stiegen in Kopenhagen um knapp drei Prozent. Die Privatbank Berenberg hatte eine Kaufempfehlung fĂŒr die Aktien des dĂ€nischen Pharmakonzerns ausgesprochen. Ungeachtet noch bestehender Hindernisse habe der neue Konzernchef die Chance, positiv zu ĂŒberraschen, hieß es in der Analyse des Finanzhauses.

Im "Footsie" hatten die Anteilsscheine von Marks & Spencer GB0031274896 mit einem Plus von gut vier Prozent die Nase vorn. Monatliche Daten des Marktforschungsunternehmens NielsenIQ hatten eine Beschleunigung des Umsatzwachstums des britischen EinzelhÀndlers im Lebensmittelbereich gezeigt.

Wiederum aus Branchensicht zĂ€hlten die Energieaktien EU0009658780 zu den grĂ¶ĂŸten Verlierern. Die Ölpreise hatten leicht nachgegeben und damit die Gewinnserie der Vortage beendet. Die Sorge bezĂŒglich eines Ausfalls russischer Öllieferungen hatte den Notierungen zuletzt Auftrieb verliehen. Auch Rohstoffaktien EU0009658624 schwĂ€chelten nun.

Exportorientierte Branchen wie Auto EU0009658681 und Chemie EU0009658608 wurden ebenfalls gemieden. Druck kam von der WĂ€hrungsseite. "Mit der Aussicht auf einen startenden Zinssenkungszyklus der Federal Reserve verliert der US-Dollar und der Euro springt auf ein Vier-Jahres-Hoch ĂŒber 1,18 Dollar", stellte Marktstratege JĂŒrgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets fest. Nach Wochen der Lethargie und Unentschlossenheit sowohl auf KĂ€ufer- als auch auf VerkĂ€uferseite könnte jetzt an der Börse der statistisch schwĂ€chste Börsenmonat des Jahres, der September, richtig beginnen.

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