APA EuropÀisches Parlament: eFuels bleiben im Rennen, erstmals...
22.11.2023 - 12:07:48 | dpa.deAPA ots news: EuropÀisches Parlament: eFuels bleiben im Rennen, erstmals Mehrheit gegen absolutes Verbrennerverbot
Ein positives Signal fĂŒr eFuels ist die Aufnahme der Produktion der nachhaltigen EnergietrĂ€ger in die Liste der "Zero-Emission-Industries"
Wien (APA-ots) - Nach dem gestrigen Entscheid des europĂ€ischen Parlaments bleibt die TĂŒr fĂŒr eFuels in LKW und Autobussen offen. Eine Mehrheit votierte dafĂŒr, mit synthetischen Kraftstoffen betriebene schwere Nutzfahrzeuge auch noch nach 2040 zuzulassen. Dieser Beschluss bedarf noch der BestĂ€tigung durch die Mitgliedstaaten und der AusfĂŒhrung durch einen Rechtsakt.
Positiv an diesem Beschluss ist, dass das von der Kommission angestrebte Verbot von LKW mit grĂŒnen Verbrennern keine Zustimmung fand. GegenĂŒber der im FrĂŒhjahr 2023 verabschiedeten PKW-Verordnung kam es auch noch zur Ăffnung fĂŒr Biofuels und "Klimadiesel", die zu begrĂŒĂen ist.
Knapp die Mehrheit verfehlt hat die Anrechnung klimaneutraler Treibstoffe im jeweiligen AusmaĂ der Beimischung, die das klarste Signal gewesen wĂ€re, alle Hebel fĂŒr den Klimaschutz in Gang zu setzen. Dies ist schade und sachlich nicht nachvollziehbar. AuĂerdem ist dafĂŒr die Erlassung eines Rechtsakt erforderlich, zu dessen Vorlage das Parlament die Kommission verpflichten möchte.
"Das Glas ist halbvoll, wir hĂ€tten uns ein volles Glas gewĂŒnscht. Immerhin hat sich aber die Einsicht durchgesetzt, dass eine Energiewende im MobilitĂ€tssektor ohne Einsatz von klimaneutraler Energie Schiffbruch erleidet und das Beharren auf Vollelektrifizierung Europas Wirtschaft und dem Klimaschutz schadet", kommentiert der österreichische eFuel-Alliance Chef JĂŒrgen Roth den Ausgang der Abstimmungen.
"Zu begrĂŒĂen ist die Aufnahme der Produktion der nachhaltigen EnergietrĂ€ger in die Liste der "Zero-Emission-Industries". Dies sollte auch die Marschroute fĂŒr die kĂŒnftigen Rechtsakte bestimmen und den Weg aus der Sackgasse des Totalverbots grĂŒner Treibstoffe weisen", freut sich der eFuel-Ăsterreich-PrĂ€sident.
Unterm Strich konnten die aktuellen BeschlĂŒsse der Parlamentarier noch nicht die notwendige Stringenz der europĂ€ischen Klimapolitik im Verkehrsbereich herstellen. Anstatt alle KrĂ€fte freizumachen und alle Optionen zu nutzen, werden bestimmte Technologien ausgebremst und es wird Rechtsunsicherheit prolongiert, weil auf spĂ€tere Rechtsakte verwiesen wird, die Klarheit schaffen sollen. Investoren können erst investieren, wenn keine rechtlichen Risiken bestehen.
"Zu danken ist den EVP-Abg. Thaler und Bernhuber, die schon lange fĂŒr die Technologieoffenheit eingetreten sind sowie den sozialdemokratischen und liberalen Abgeordneten, die fĂŒr die Gleichstellung von 100% klimaneutralem Treibstoff gestimmt haben und sich von der rigiden Technologieverbotslinie der EK abgewandt haben. Denn damit ist im EP endlich die dringend erforderliche Neupositionierung eingetreten, die wir so lange gefordert haben", so der eFuel-Verbands-Chef abschlieĂend.
RĂŒckfragehinweis: eFuel Alliance Ăsterreich Dr. Stephan Schwarzer GeschĂ€ftsfĂŒhrer +43 664 381 88 26 s.schwarzer@efuel-alliance.at https://www.efuel-alliance.at/
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