asgoodasnew: Hacker erbeuten Daten von 1,8 Millionen Kunden
07.03.2026 - 19:49:39 | boerse-global.deEin massiver Cyberangriff hat den Refurbished-HĂ€ndler asgoodasnew getroffen. Angreifer erbeuteten sensible Daten von rund 1,8 Millionen Kunden, darunter komplette Bestellhistorien und verschlĂŒsselte Passwörter.
Zahlungsmodul als Einfallstor fĂŒr Hacker
Der Angriff startete am 1. MĂ€rz. Die TĂ€ter nutzten eine bis dahin unbekannte SicherheitslĂŒcke in einem Drittanbieter-Zahlungsmodul aus. Diese Schwachstelle ermöglichte es ihnen, die Sicherheitsbarrieren des Shopsystems zu umgehen.
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Ăber das kompromittierte Modul drangen die Hacker direkt in die Datenbanken ein. Solche Angriffe auf externe Komponenten sind besonders tĂŒckisch, denn Shop-Betreiber haben oft keinen Einfluss auf deren Programmcode.
Was die Hacker wirklich erbeuteten
Das Datenleck ist enorm. Betroffen sind die vollstĂ€ndigen Stammdaten der Kunden â Namen und Adressen. Besonders kritisch: Die Angreifer kopierten die gesamte Kaufhistorie jedes Nutzers.
Sie wissen also genau, wer wann welches GerĂ€t gekauft hat. Zudem erbeuteten sie die verschlĂŒsselt gespeicherten Passwörter. Bei schwachen Kennwörtern droht eine EntschlĂŒsselung.
So reagierte der HĂ€ndler
asgoodasnew setzte umgehend alle KundenzugĂ€nge zurĂŒck. Ein Login mit alten Passwörtern ist nicht mehr möglich. Betroffene mĂŒssen ein neues Kennwort vergeben.
Das Unternehmen schaltete den Shop vorĂŒbergehend ab, informierte die Behörden und arbeitet mit IT-Forensikern. Ziel ist es, die LĂŒcke zu schlieĂen und die Infrastruktur abzusichern.
Gefahr von gezieltem Phishing steigt
FĂŒr Kunden beginnt nun eine phase erhöhter Wachsamkeit. Sicherheitsexperten warnen vor massiven Phishing-Wellen. Die TĂ€ter können tĂ€uschend echte E-Mails verfassen, die auf konkrete KĂ€ufe verweisen.
VerbraucherschĂŒtzer raten zu Ă€uĂerster Vorsicht. Seriöse Firmen fordern nie per E-Mail zur Eingabe von Zahlungsdaten auf. Wichtig: Wer sein asgoodasnew-Passwort auch anderswo nutzt, muss es ĂŒberall Ă€ndern.
Der Datendiebstahl erhöht das Risiko fĂŒr gezielte Phishing-Attacken massiv, bei denen Kriminelle psychologische Tricks zur TĂ€uschung einsetzen. SchĂŒtzen Sie sich und Ihre Organisation mit dieser 4-Schritte-Anleitung wirksam vor den neuesten Methoden der Hacker-Abwehr. Kostenloses Anti-Phishing-Paket herunterladen
Branche in Sorge: Weitere HĂ€ndler betroffen
Der Angriff ist kein Einzelfall. Die gleiche Schwachstelle traf auch andere HÀndler, wie den MusikalienhÀndler Kirstein. Angreifer zielen gezielt auf Software-Zulieferer, um mehrere Shops auf einmal zu kompromittieren.
Rechtliche Konsequenzen drohen. Erste Legal-Tech-Firmen bieten Betroffenen bereits an, Schadensersatz nach der DSGVO geltend zu machen. FĂŒr die Refurbished-Branche ist der Vertrauensverlust ein schwerer Schlag.
Wer trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr Drittsoftware?
Der Vorfall entfacht die Debatte ĂŒber Sicherheitsstandards von Shop-Erweiterungen neu. HĂ€ndler werden kĂŒnftig strengere Audits fĂŒr externe Module fordern mĂŒssen.
FĂŒr die Kunden bleibt nur Wachsamkeit. Der Hack unterstreicht erneut die Notwendigkeit starker, einzigartiger Passwörter und zusĂ€tzlicher SicherheitsmaĂnahmen wie der Zwei-Faktor-Authentifizierung.
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