Aktien Frankfurt Schluss: Kauflust hÀlt an - Höhere US-Inflation keine Bremse
12.02.2025 - 17:47:15 | dpa.deAnleger nutzten am Nachmittag die temporĂ€re KursschwĂ€che nach den US-Daten schnell fĂŒr KĂ€ufe und trieben den deutschen Leitindex erneut in zuvor nicht gekannte Höhen bis fast an die Marke von 22.200 Punkten. Aus dem Handel ging der Dax mit einem Plus von 0,50 Prozent auf 22.148,03 Punkte. Im frĂŒhen Handel hatten bereits gute Vorgaben aus Asien fĂŒr gute Stimmung gesorgt.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 vollzog eine Ă€hnliche Kursentwicklung wie der Dax und nĂ€herte sich seinem Rekordhoch aus dem Jahr 2000 weiter an. Investoren lenken seit einiger Zeit ihren Fokus stĂ€rker auf europĂ€ische Aktien, weil sie im Vergleich zu den heiĂ gelaufenen US-Aktien als gĂŒnstiger bewertet gelten und zudem das Zinsumfeld in der Eurozone vorteilhafter ist. "In Europa senkt die EZB die Zinsen weiter und die Bewertungen sind noch immer niedrig. Zudem gibt die Aussicht auf einen wie auch immer gearteten Waffenstillstand in der Ukraine den MĂ€rkten derzeit RĂŒckenwind", schrieb Eckhard Schulte, Vorstandschef vom Vermögensverwalter MainSky.
Der MDax DE0008467416 der mittelgroĂen Werte tat sich am Mittwoch hingegen schwer, die nach den US-Daten verbuchten Verluste wettzumachen. Er schloss mit minus 0,21 Prozent auf 27.187,80 ZĂ€hler. In New York zeigten sich der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 und der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 zum europĂ€ischen Börsenschluss schwĂ€cher.
In den USA hatte sich die Inflation zu Beginn des Jahres ĂŒberraschend verstĂ€rkt. Laut den Experten von Capital Economics dĂŒrften damit Zinssenkungen durch die US-Notenbank in diesem Jahr vom Tisch sein. Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der Liechtensteiner VP Bank, Ă€uĂerte zugleich die Hoffnung, dass die Inflationszahlen die Zollabsichten von Donald Trump dĂ€mpfen könnten. Der neue US-PrĂ€sident habe im Wahlkampf versprochen, die Preise sofort herunterzubringen, sollte er gewinnen. Doch die ZollplĂ€ne bewirkten das Gegenteil, so der Ăkonom.
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