ROUNDUPUS-VizeprÀsident, Vance

Keine Einigung mit Iran erzielt

12.04.2026 - 09:20:02 | dpa.de

Bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans ist nach den Worten von US-VizeprÀsident JD Vance keine Einigung erzielt worden.

Man kehre nun in die USA zurĂŒck, sagte Vance nach stundenlangen direkten GesprĂ€chen mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.

Nach 21 Stunden hĂ€tte sich die iranische Seite dazu entschieden, die Bedingungen der USA nicht zu akzeptieren, sagte Vance. Die USA hĂ€tten klargemacht, wo die roten Linien liegen und in welchen Punkten man bereit sei, dem Iran entgegenzukommen. Vance sagte nicht im Detail, was genau die Knackpunkte waren. Er sagte lediglich, man habe bislang nicht gesehen, dass sich der Iran grundlegend dazu verpflichte, langfristig keine Atomwaffen zu entwickeln. "Wir hoffen, dass wir es noch sehen werden." Man verlasse den Ort der Verhandlungen und lasse einen Vorschlag fĂŒr den Iran zurĂŒck, der ein endgĂŒltiges Angebot darstelle, sagte Vance. WĂ€hrend der Verhandlungen sei er in stĂ€ndigem Kontakt mit US-PrĂ€sident Donald Trump gewesen.

Iran: Erfolg des diplomatischen Prozesses hÀngt von Gegenseite ab

Laut dem iranischen Außenamtssprecher Ismail Baghai ging es bei den Verhandlungen um zentrale Themen wie die Straße von Hormus, die Atomfrage, Kriegsreparationen, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein Ende des Krieges in der Region. Bis in den Sonntag hinein hĂ€tten "intensive Verhandlungen" stattgefunden. Dabei seien "zahlreiche Nachrichten und Texte" zwischen den beiden Seiten ausgetauscht worden, schrieb Baghai in den frĂŒhen Morgenstunden auf X.

Der Erfolg des diplomatischen Prozesses hĂ€nge aber "von der Ernsthaftigkeit und dem guten Willen der Gegenseite ab, von ĂŒberzogenen und unzulĂ€ssigen Forderungen abzusehen und die legitimen Rechte und Interessen des Irans anzuerkennen", schrieb Baghai weiter

Iranische Medien: Große Differenzen bei Verhandlungen

Iranische Medien hatten zuvor ĂŒber große Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von "ĂŒberzogenen Forderungen" der US-Seite. Konkret wurde die Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden.

Tasnim zufolge bestand die iranische Delegation auf der "Wahrung der militĂ€rischen Errungenschaften", eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den grĂ¶ĂŸten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Straße von Hormus gegeben haben.

Die Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean und damit die großen ÖlförderlĂ€nder der Region mit den WeltmĂ€rkten. Der Iran hat die Kontrolle der Seestraße seit Kriegsbeginn an sich gerissen. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte ihre Öffnung zur Bedingung fĂŒr die am vergangenen Mittwoch verkĂŒndete, zweiwöchige Waffenruhe gemacht.

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