EU-Delegation, China

EU-Delegation: China muss Warenexporte stÀrker kontrollieren

31.03.2026 - 15:59:35 | dpa.de

Bei ihrem ersten Besuch nach acht Jahren haben EU-Parlamentarier in China mehr Kontrolle beim Export chinesischer Waren verlangt.

"Wir haben auch mehrfach gesagt, es wĂ€re wichtig, dass auch die Exporte stĂ€rker kontrolliert werden von chinesischer Seite", sagte die Vorsitzende des Binnenmarktausschusses im EU-Parlament, Anna Cavazzini (GrĂŒne), in Peking. FĂŒr Unternehmen sei es wichtig, dass sie sich an Gesetze hielten und sie bei laufenden Verfahren ihre Politik anpassten und das schneller tĂ€ten, als es bisher der Fall sei.

Die neunköpfige Gruppe aus dem Ausschuss fĂŒr den Binnenmarkt und Verbraucherschutz will nach Peking auch die ostchinesische Wirtschaftsmetropole Shanghai besuchen und dabei mit Vertretern des Online-Giganten Alibaba sowie der E-Commerce-Plattformen Shein und Temu treffen.

Nach dem Skandal um den Verkauf von Sexpuppen mit kindlichem Aussehen hatte die EuropĂ€ische Kommission gegen Shein ein Verfahren eingeleitet. Auch Temu steht bei der BrĂŒsseler Behörde im Verdacht, sich nicht an EU-Regeln zu halten.

Die EU kritisiert zudem schon lĂ€nger eine Flut an Billigwaren aus China, die den europĂ€ischen Wirtschaftsraum erreichen. Laut Angaben der Kommission sind die E-Commerce-Importe ĂŒber Online-MarktplĂ€tze wie Temu, Shein, Alibaba und weitere in die EU im Jahr 2024 deutlich auf 4,6 Milliarden kleine Pakete gestiegen. 91 Prozent stammten EU-Angaben zufolge aus China.

Ende der "Besuchs-Eiszeit"?

Erstmals seit acht Jahren ist damit wieder eine Delegation des EU-Parlaments in China. Zuvor hatte wegen Handelsstreitigkeiten, Chinas Beziehungen zu Russland im Ukraine-Krieg und weiterer Themen eine Eiszeit im beiderseitigen VerhÀltnis geherrscht. Im vergangenen Jahr hatte Peking dann Sanktionen gegen einige EU-Parlamentarier aufgehoben.

Pekings Außenamt begrĂŒĂŸte die China-Reise. "Wir glauben, dass der Besuch den Austausch und die Kooperation zwischen den gesetzgebenden Institutionen fördern wird", sagte Sprecherin Mao Ning in Peking. Er werde das VerstĂ€ndnis fĂŒr China verbessern und die Entwicklung der EU-China-Beziehungen vorantreiben.

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