BMW Aktie: Modellwechsel auf Hochtouren
17.04.2026 - 00:48:53 | boerse-global.deBMW baut sein Elektro-Portfolio gerade vollständig um. Innerhalb weniger Monate verschwinden gleich zwei Modelle vom Markt — und ihre Nachfolger stehen schon in den Startlöchern.
iX und i4 treten ab
Der iX verlässt den US-Markt. BMW hat die Zuteilung für Amerika eingestellt. Das Flaggschiff der alten EV-Generation hatte zuletzt massiv an Boden verloren: Die Verkäufe brachen im laufenden Jahr um mehr als 50 Prozent ein. Bis Ende des ersten Quartals wechselten nur rund 1.800 Einheiten den Besitzer — zu wenig, um die Präsenz im wichtigen US-Markt zu rechtfertigen.
Parallel zeichnet sich das Ende des i4 ab. Die Produktion des elektrischen Gran Coupé soll Ende 2026 oder Anfang 2027 auslaufen. Ab August 2026 läuft im Werk München der neue i3 der Neuen Klasse vom Band. Ab 2027 fertigt das Werk ausschließlich vollelektrische Modelle.
Was die Neue Klasse bringt
Die Nachfolger setzen technisch auf ein anderes Niveau. Die Neue-Klasse-Modelle i3 und iX3 nutzen eine 800-Volt-Architektur mit NACS-Anschlüssen — kompatibel mit Teslas Supercharger-Netz. Der iX3 soll im Herbst 2026 in den USA ankommen und bis zu 400 Meilen EPA-Reichweite erreichen.
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Das Topmodell i3 50 xDrive zeigt, wohin die Reise geht: 345 kW Allradantrieb, 108-kWh-Akku, bis zu 900 Kilometer Reichweite. Das 800-Volt-System lädt von zehn auf 80 Prozent in 21 Minuten.
Übergangsphase belastet die Zahlen
Der Umbau trifft BMW in einer schwierigen Phase. Im ersten Quartal sanken die Auslieferungen um 4,6 Prozent auf rund 496.000 Fahrzeuge. Die BMW-Aktie notiert mit rund 81 Euro gut 15 Prozent unter dem Jahresstart — der Kurs spiegelt die Unsicherheit dieser Übergangsphase wider.
Für das laufende Jahr erwartet das Management im Autogeschäft eine EBIT-Marge von nur vier bis sechs Prozent. Zölle allein belasten die Marge um 1,25 Prozentpunkte. Die Logik dahinter ist klar: Die alte Generation läuft aus, die neue ist noch nicht in den Stückzahlen angekommen, die den Unterschied machen.
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Ob der iX3-Hochlauf und neue Verbrenner-Modelle wie der neue X5 die Absatzzahlen in den verbleibenden drei Quartalen drehen, entscheidet maßgeblich darüber, ob BMW die untere oder obere Grenze der Margenspanne erreicht.
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