DeepSeek, Chinesischer

DeepSeek: Chinesischer KI-Star peilt Milliarden-Finanzierungsrunde an

18.04.2026 - 13:09:25 | boerse-global.de

Das chinesische KI-Labor DeepSeek strebt eine externe Finanzierung mit Milliardenevaluation an und kündigt sein nächstes Flaggschiffmodell für Ende April an, das auf heimische Chips setzt.

DeepSeek: Chinesischer KI-Star peilt Milliarden-Finanzierungsrunde an - Foto: über boerse-global.de

Das Unternehmen will mindestens 300 Millionen Euro einsammeln und könnte dabei mit über 10 Milliarden Euro bewertet werden. Dieser Schritt markiert eine strategische Wende für den bisher von seinem Mutterkonzern finanzierten Vorreiter.

Gleichzeitig steht die Veröffentlichung des nächsten KI-Leuchtturms DeepSeek-V4 unmittelbar bevor. Das Modell soll Ende April erscheinen und mit einer Billion Parametern sowie einer revolutionären Speichertechnik aufwarten. Die Doppelstrategie aus Kapitalbeschaffung und Technologieoffensive positioniert DeepSeek als ernsthaften Herausforderer für westliche Giganten wie OpenAI.

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Vom Forschungsprojekt zum Global Player

Seit seiner Gründung 2023 wurde DeepSeek ausschließlich von High-Flyer Capital Management finanziert, einem quantitativen Hedgefonds aus Hangzhou. Die außergewöhnlichen Renditen des Fonds von fast 57 Prozent im Jahr 2025 schufen zwar eine solide finanzielle Basis. Doch die explodierenden Kosten für die Entwicklung von Billionen-Parameter-Modellen zwingen das Labor nun, externes Kapital zu suchen.

Berichten zufolge verhandelt DeepSeek bereits mit mehreren Investoren über eine Runde, die das Unternehmen mit etwa 10 Milliarden Euro bewerten würde. Das wäre zwar weniger als bei amerikanischen Spitzenreitern, aber ein deutlicher Sprung gegenüber einer Bewertung von schätzungsweise 3,4 Milliarden Euro Anfang 2025. Das Kapital soll nicht nur in Rechenleistung fließen, sondern auch die Belegschaft stabilisieren, die unter Abwerbeversuchen heimischer Tech-Riesen wie Xiaomi leidet.

Die V4-Architektur: Effizienz trifft auf Revolution

Die Spannung vor dem Release des DeepSeek-V4 ist groß. Das Flaggschiff-Modell soll eine Mixture-of-Experts (MoE)-Architektur mit rund einer Billion Parametern nutzen. Um die für das Unternehmen typische Effizienz zu wahren, sollen jedoch nur schätzungsweise 32 bis 37 Milliarden Parameter pro Berechnung aktiv sein.

Eine Schlüsselinnovation ist die Engram conditional memory-Technologie. Sie ermöglicht es dem Modell, Informationen über riesige Datensätze hinweg selektiv zu speichern und abzurufen. Dies unterstützt ein kontextuelles Fenster von einer Million Tokens und soll die Leistung bei komplexen Software-Engineering-Aufgaben massiv steigern. Zudem soll V4 von Grund auf multimodal sein und Text-, Bild- und Video-Generierung in einem einzigen Trainingszyklus integrieren. Die Modellgewichte will das Labor unter einer Apache-2.0-Lizenz veröffentlichen.

Geopolitische Wende: Abschied von US-Chips

Die vielleicht folgenreichste Neuentwicklung bei V4 ist der Abschied von amerikanischer Halbleitertechnologie. Als Reaktion auf strenge Exportbeschränkungen für Nvidia-Hardware hat DeepSeek sein neuestes Modell offenbar für den Betrieb auf chinesischen Chips optimiert – insbesondere für Huaweis Ascend 950PR und Cambricon MLU.

Beobachter sehen darin einen Meilenstein in Chinas Bestrebungen nach KI-Halbleiterunabhängigkeit. Die Fähigkeit von DeepSeek, eine hohe Inferenzgeschwindigkeit auf Huawei-Hardware zu halten, wird zum Lackmustest für die Lebensfähigkeit des heimischen KI-Ökosystems. Könnte die Technologielücke zwischen den Regionen so schneller schließen als erwartet?

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Disruption durch niedrige Kosten

Die aktuelle Dynamik bei DeepSeek folgt auf eine Phase erheblicher Volatilität im KI-Sektor. Die Veröffentlichung des R1-Reasoning-Modells Anfang 2025 löste damals einen deutlichen Kursrutsch bei globalen Technologieaktien aus. Der Grund: DeepSeek trainierte seine Flaggschiff-Modelle für weniger als 6 Millionen Euro – und stellte damit die „Rechenpower-um-jeden-Preis“-Philosophie vieler Konkurrenten infrage.

Auch die prognostizierten API-Kosten für V4 dürften den Markt weiter unter Druck setzen. Schätzungen deuten darauf hin, dass die Ausgaben für DeepSeek-Output 10- bis 50-mal niedriger liegen könnten als bei vergleichbaren proprietären Modellen. Das würde die Wirtschaftlichkeit des generativen KI-Marktes weiter verändern.

Was der Ausblick für Ende April bedeutet

In der letzten Aprilwoche richten sich die Blicke der globalen Entwicklergemeinschaft auf DeepSeek. Die erfolgreiche Einführung eines für chinesische Hardware optimierten, quelloffenen Modells dieser Größenordnung würde den unkonventionellen Entwicklungsansatz des Unternehmens validieren.

Für Investoren wird der Ausgang der 10-Milliarden-Euro-Finanzierungsrunde zum Stimmungsbarometer für „Low-Cost-KI“-Unternehmen. Sollte DeepSeek sein Ziel von 300 Millionen Euro erreichen, dürfte das Kapital in den Ausbau eigener Rechenzentren fließen – etwa in der Inneren Mongolei. Diese Infrastrukturinvestitionen würden die langfristige Position des Labors als zentraler Pfeiler der globalen KI-Landschaft zementieren.

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